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Aus Dem Reisetagebuch eines Philosophen- Ein Philosoph und der Islam


“Gewaltig ist die Gestaltungskraft des Islam.{…} Unausgesetzt beschäftigt mich das Problem, woher dem Islam seine formende Kraft kommt, die so viel größer scheint, als die aller anderen Religionen. Die Reflexion auf das extrem Demokratische mohammedanischer Verbände hat mich heute endlich, wenn ich nicht irre, auf die richtige Spur gebracht. Der Demokratismus des Islam erklärt seine Werbekraft, zumal in Indien, wo Bekehrung zu ihm die einzige MĂśglichkeit bezeichnet, der Kastenbestimmtheit zu entrinnen; und hier handelt es sich um echte Gleichheit– weit mehr so, als in den Vereinigten Staaten Amerikas–, denn die Muslime gelten nicht bloß, sondern halten sich wirklich fĂźr BrĂźder., unbekĂźmmert um Rasse, VermĂśgen und Position. Aber dieser Demokratismus ist kein Letztes; er ist die Wirkung einer tieferliegenden Ursache, und die scheint mir den SchlĂźssel zu bieten zu allen Rätseln der VorzĂźge des Mohammedanerglaubens. Der Islam ist die Religion absoluter Hingebung. {…}. Der Islam ist vorzĂźglich eine Religion des einfachen Soldaten. Ihn macht sie groß wie keine andere es tut {..}.”


In diesen Zeiten der Unruhe und der wachsenden Angst vor dem Islam, dachte ich, es wäre vielleicht ganz interessant die Sichtweise auf den Islam Anfang des 20.Jahrhunderts zu betrachten. Wobei ich hier hauptsächlich von der Religion an sich sprechen wollte und davon wie friedlich diese gelebt werden kann und wird.
Wovon ich nicht spreche ist die  Radikalisierung von manchen Gläubigen oder verschiedenen Interpretationen der Schriften.
Der Philosoph, dessen ReisetagebĂźcher gedruckt wurden, empfand den Islam als fortschrittlich und friedlich ( die AusfĂźhrungen gehen weiter).
Graf Hermann Keyserling, schrieb diese Worte um 1914 in Indien.
Wer gerne noch mehr hĂśren mĂśchte oder wen andere Ausschnitte aus diesen spannenden TagebĂźchern interessieren, kann das gerne in die Kommentare schreiben!