Rainy Days-Things That Are Better When The Weather Is Bad/Regenwetterfreuden!

-Bad weather is the time for comfort, for good food and warmth,
for the touch of a friendly hand and for a talk beside the fire:
it is the time for home.-
We had a lot of rain here lately. Though it is already May (!) the weather is awful.
A lot of my friends over here even escape this depressing, so-called “spring”.
As well as in any other city, rain sucks.
You really want to spend time in the parks, but then you have to find another show on Netflix that you haven’t watched yet.
So I thought it’s time for a little pep talk!
I am done with being depressed because someone up there decides that we deserve cold and rainy days.

First of all:
Everything has an end-even the endless winter and the cold.
So let’s find some activities that are way more fun when it’s cold. Let’s enjoy them before it’s really hot outside and we never really do anything much but enjoying the sun.

One thing that is way better when it’s raining, is a book-day.
Grab one of the books that you wanted to read forever and still haven’t touched it, since you bought it.
Time to find that old sweater of yours, prepare a huge cup of tea and an even bigger bowl of sweets and spend the whole day on the couch. Get lost in other worlds and whenever you look outside and see the grey skies and the rain you will feel even better.
There is no reason to have a bad conscience!

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If you’re not too much of the reader type of person, then you might love a day with your favorite TV-show!
That’s probably exactly the type of weather that Netflix was invented for.
Maybe you could call some friends and spend days hiding in your apartment.
Crying and laughing and loving with your GoT or SATC.  Cuddling up in your bed is not really fun when the sun is shining outside. Sunshine is not a good weather for not taking showers and staying in your pyjamas. Not in the mood for talking to people? That’s perfectly fine!
Now is the time when you can hide from the world (no one will judge you!)

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Another point that is more fun when the weather is bad, is sad music.
Let’s be honest, you can feel Adeles pain so much better when you’re walking around on a rainy day instead of a sunny one. “Chasing Pavements” just feels solo much more painful when even the angels are crying.
So why don’t you enjoy your heartbreak ballads playlist before summer is there?
Share Adeles or Whitney Houstons or James Bays  pain before it feels ridiculous and too dramatic.

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Let’s talk about food now.
Have some more of the stew that your grandma prepares, and eat the christmas chocolate leftovers before it’s simply too hot outside to eat anything else than sandwiches, ice cream and salads.
Hot chocolate is simply weird when you’re walking around in your hot pants and T-Shirt.
But now, when you’re all cuddled up in that winter coat and standing in the cold rain, the smell of hot chocolate is just like a piece of heaven.

And the hot chocolate leads me to my next point. Coffee shops.
Every person seems to have their second home in a coffee shop. And of course! What is better than fresh coffee and warm croissants in the morning?Or coffee and sandwiches for lunch. Or coffee and cake for teatime. Or coffee and salad for dinner.
Well, let’s just agree that coffee shops are ALWAYS a great idea!
They are an amazing place to socialize, if you finally feel like you’re ready for contact with real human beings. It’s the place where it feels so natural to stop by and talk to friends and leave with a hug in a cup.
But in summer the days spent in a coffee shop get less. However, on cold, rainy or simply ugly days you can spend hours in a coffee shop. I love coffee shops. In this very moment I am sitting in the “ludlow coffee supply” and just two minutes ago ( after hours of chatting), two former strangers decided to go on a date tonight.

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If you are an art lover, then this weather is just perfect for all the galleries and exhibitions that you haven’t seen yet ( I recommend to spend thursday nights in Chelsea!).In summer the thought of being locked up in a huge house is just horrible. But there is no rush if it’s raining outside so if you get lost in a museum or have a long conversation with an artist you’re not missing out on anything. Same with libraries.

There are so many more things that are much more fun or only enjoyable if the weather is horrible.
So try to enjoy the last days of this ugly weather to do what you usually like to do in winter. Maybe you really want to wear that new fur coat one more time…it doesn’t matter but literally everything is better than falling into a deep winter depression.
And if you really can’t wait for summer, then just start making plans.
So that you’re not standing there with nothing to do, when summer has finally arrived.

 

Well, I wish you happy rainy days! Summer is already on the way!
You’ll hear from me soon!

 


 

-Schlechtes Wetter ist die Zeit für gutes Essen, für Wärme,
   für die Berührung einer freundlichen Hand, für endlose Gespräche am Kamin;
   Zeit für Zuhause-

Wir hatten hier in New York in letzter Zeit ziemlich viel Regen. Aber nicht so die verkraftbare Sorte, sondern die Art von Regen die einem den ganzen Tag versaut.
Obwohl es schon Mai  (!!) ist, ist das Wetter mehr als nur schrecklich.
Unerträglich. Sogenannter “Frühling”.So Wetter, dass einen dazu führt diese ganzen dunklen Skandinavien-Krimis zu lesen und zu schreiben weil man so depressiv wird.
Wie in jeder anderen Stadt auch, ist Regen in New York um diese Jahreszeit einfach eher so semi-geil.
Während man eigentlich lieber durch Parks spazieren will und mit Freunden irgendetwas im Freien unternehmen möchte, muss man sich stattdessen auf Netflix auf die anstrengende Suche nach einer Serie machen, die man noch nicht gesehen hat.
Das ist gelinde gesagt eher nicht so geil.
Also ist es Zeit für ein bisschen Motivation und positive Energie!
Ich weiß was ihr jetzt denkt: Boah nee. Bitte nicht noch so eine übermotivierte Person, die irgendwas in ihrem Leben kompensieren muss.
Keine Sorge, so wird das hier nicht.
ich habe nämlich erst eine große Weisheit für euch ( ein gehütetes Familiengeheimnis welches mein Vater mir weitergab!) und dann ein paar Ideen was ihr tun solltet bevor ihr bei Sonnenschein raus müsst!

Also ihr lieben Muffel.Bitte bleibt dabei!

Hier ist die große Weisheit:

ALLES HAT EIN ENDE, NUR DIE WURST HAT ZWEI.

Und genauso ist es auch. Regen und Kälte und graue Wolken werden irgendwann gehen.
Lasst uns also loslegen mit den Dingen die wir unbedingt machen sollten bevor der Sommer endgültig da ist.

 

Eine Sache die an Regentagen viel besser ist, als bei gutem Wetter, sind Bücher-Tage.
Schnappt euch eins der Bücher im Regal das ihr schon eewwwig lesen wolltet und doch nie dazu gekommen seid.
Sucht eure gammeligste Jogginghose und ältesten Lieblingspulli, kocht euch einen Tee, kauft Milkas komplette Schokoladenvorräte und schmeißt euch auf die Couch.
Dann könnt ihr in anderen Welten verloren gehen und träumen. Und wann auch immer ihr nach draußen schaut, bleibt das schlechte Gewissen aus.  Denn ihr habt einfach nur alles richtig gemacht und könnt euch noch tiefer in eure Decke einkuscheln.

 

Wenn Lesen jetzt irgendwie doch nicht so euer Ding ist, dann gibt es ja immer noch unsere Lieblingsserien. Verbringt den ganzen Tag doch einfach mal wieder im Schlafanzug und fiebert mit euren Serienhelden mit. Das Ganze wird eigentlich perfekt wenn ihr ein paar entspannte Freunde einladet und euch die ganze Zeit von Delivery-Essen vom Chinesen ernährt. Einfach mal ein, zwei Tage vor der Welt verstecken.
Im Sommer geht das nicht mehr, da wird jeden morgen geduscht und sich angezogen-also nutzt diese letzte Chance auf einen gammeligen Tag.
Sich Zuhause zu verkriechen macht bei Sonnenschein nämlich irgendwie nicht so richtig viel Spaß.
Wenn ihr jetzt aber mal keine Lust auf andere Menschen habt, ist das das perfekte Wetter (niemand verurteilt euch). Kostet es aus!

Noch etwas was bei schlechtem Wetter viel besser ist, ist tragische und traurige Musik.
Seien wir mal ehrlich, man kann Adeles Schmerz viel besser spüren wenn man an einem verregnet Tag durch menschenleere Gassen spaziert. Erst dann weiß man wie ein gebrochenes Herz sich anfühlt. “Chasing Pavements” und ein tragischer Gesichtsausdruck wäre bei Sonnenschein doch eher merkwürdig.
Da kann man so richtig mitfühlen. Schlechtes Wetter ist genau das richtige Wetter für eure Heartbreak- Balladen Playlist.
Noch einmal mit James Bay, Whitney Houston und Heartbreak Queen Adele leiden, bevor es zu spät ist. Denn dann ist bald schon wieder Sommer.

 

Jetzt lasst uns mal über Essen reden. Wintergerichte sind toll!
Also greift beim Eintopf eurer Oma noch einmal richtig zu, und backt noch einmal Brownies, bevor es im Sommer einfach zu heiß für so etwas ist. Im Sommer gibt es dann Sandwiches, Salate und Eiscreme. Genießt das Jägerschnitzel bei der Kälte draußen noch einmal- das nächst gibt es vermutlich erst wieder Ende des Jahres!
Genauso ist es mit heißer Schokolade. Es ist einfach unpassend wenn man im Sommerkleidchen oder T-Shirt mit einer heißen Schokolade in der Hand rumläuft. Sommer und heiße Schokolade passen einfach nicht gut zusammen.
Aber jetzt, wo ihr doch noch mal den Wintermantel auspacken musstest und eure Nase im Kragen vergraben habt, ist eine heiße Schokolade wie ein Stück vom Himmel auf Erden.
Wenn der Becher eure Hände wärmt und der Duft von Schokolade verführerisch in eure Nase zieht…mjam!

Die heiße Schokolade führt mich direkt zu meinem nächsten Punkt.
Nämlich Coffee Shops.
Fast jede Person die ich kenne, könnte als 2. Wohnsitz einen Coffee Shop angeben.
Und das ist verständlich! Was gibt es besseres als einen frischen Kaffee und ein Croissant am Morgen? Oder einen Kaffee und ein Sandwich zu Mittag? Oder einen Kaffee und ein Stück Kuchen zur Teatime? Oder einen Kaffee und vielleicht einen Salat zum Abendessen?
Naja, lasst uns einfach festhalten, dass Coffee Shops absolut IMMER eine gute Idee sind.
Man kann sich sozialisieren, sollte man tatsächlich doch mal den Wunsch danach verspüren, aber man kann sich auch abschotten und trotzdem nicht alleine sein.
Es gehört einfach dazu, dass man beim Coffee Shop seines Vertrauens einen kurzen Zwischenstopp macht. Ein kurzes Schwätzchen mit Bekannten und man verlässt den Laden immer mit einem vollen Becher heißer, flüssiger Liebe!
Aber auch die Besuche im Coffee Shop werden im Sommer irgendwie seltener.
Wie dem auch sei, an regnerischen Tagen kann man endlose Stunden in Coffee Shops verbringen.
Ich liebe Coffee Shops einfach. Gerade jetzt sitze ich im “Ludlow Coffee Supply”-schon den ganzen Tag eigentlich.
Vorhin haben sich zwei ehemalige Fremde, nach endlosen Gesprächen zu einem Date heute Abend verabredet. Hier stimmt der Vibe einfach. Ein Hoch auf unsere Kaffeekultur.
(Mal nebenbei, kann mir jemand sagen was das besondere an “Fika”, der schwedischen Kaffeekultur, ist?)

Wenn ihr Kunstliebhaber seid, ist das Wetter auch perfekt. Jetzt ist Zeit die ganzen Ausstellungen und Galerien zu besichtigen die ihr schon die ganze Zeit sehen wolltet und von denen ihr wisst, dass ihr im Sommer nicht mehr hingehen werdet.
Im Sommer ist der Gedanke an große Museen mit  entweder zu stark oder zu wenig klimatisierten Räumen nicht besonders verführerisch. Wenn ihr euch jetzt in einer großen Galerie verlauft oder in einem langen Gespräch mit einem der Künstler vertieft seid, müsst ihr euch keine Sorgen machen , irgendwas zu verpassen. Draußen ist es sowieso nur eklig.
Genau das Gleiche gilt für Bibliotheken.

Es gibt noch unglaublich viele Sachen, die bei schlechtem Wetter einfach besser sind als bei Gutem. Also Kopf hoch und versucht die letzten Tage schlechten Wetters mit alldem zu füllen, was ihr sonst im Winter gerne macht. Der Sommer ist schon um die Ecke und erreicht uns bestimmt bald. Und wenn ihr einfach nochmal den tollen neuen Wintermantel tragen wollt, oder die neuen Winterstiefel…es ist egal weswegen, hauptsache ihr seid ein bisschen optimistischer was dieses Wetter angeht und versucht es ein bisschen zu genießen. Alles ist besser als knietief in einer Winterdepression zu stecken.
Und wenn ihr es wirklich absolut nicht mehr abwarten könnt, bis der Sommer da ist, dann macht doch einfach Pläne. Pläne machen, macht nämlich Spaß und ist sinnvoll. Ihr wollt ja nicht völlig gelangweilt dastehen wenn endlich Sommer ist und ihr keine Ahnung habt was ihr machen wollt.

Ich wünsche euch dann einfach nochmal ein paar glückliche verregnete, graue Tage.
Der Sommer kommt ja bald.
Bis dann!

 

 

 

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Remembering Some Great Female Adventurers/ Große Frauen und Abenteurerinnen

Today I want to pay tribute to all the female adventurers that we tend to forget.
They inspire me and I appreciate what they made possible.
Their steps may have been baby steps, but even the longest trip starts with the smallest first step.

People say a well-educated woman is a dangerous woman. I guess this is exactly how it is.

I mean, why were there mostly witches that were burned and not wizards (see the salem processes)? And a huge number of those “witches” were doctors and healers. Some of them were even able to read (e.g. Hildegard von Bingen).
We all know Christopher Columbus, Neil Armstrong, Roald Amundsen and Messner.
But do we ever really talk about Amelia Earhart, Gudrídur Thorbjarnardóttir (who found America 500 years before Columbus did) or Grace O’Malley?

Amelia Earhart is probably the most well-known of the three women that I mentioned. Sadly she was missed since a flight over the pacific. But this woman was extraordinary.
She was a great role model for a lot of women in her time and she fought for equal rights for women. Somehow she is still a role model for our generation I guess.
She worked and worked and worked to get what she wanted. There was no “no” for her.
To pay for her pilot’s license she had 28 jobs, as her parents refused to help her. And it only took her six months to be able to buy the license and her first own airplane.
A man would have never had such a hard time to be able to fly. There would have been a lot of people that would have wanted to be part of such an expedition.
Just because she wanted to be free and she didn’t fit in, there was no one there to help her fulfill her dreams.

Grace O’Malley was an Irish pirate, born as daughter of a clans chief.
Not only did she speak 5 languages (fluently!) and learned the arts of navigating, but also was she known as the “Pirate Queen”.
She built castles and grew so strong and powerful that in the end she was also a thread to Queen Elizabeth I. of England.

Gudridur Thorbjarnardottir was probably the most travelled woman of the early middle ages. Born in Iceland she travelled to many different countries and her son was the first American with European background.
Furthermore she was one of the first Christians in Iceland. And after her pilgrimage to Rome (where she met the Pope), she decided to live the rest of her life as a nun.

They all had one thing in common:
They didn’t just accept the conditions how they were.
They believed that women are as good as men and that women deserve the rights to do whatever they want to.
And that there is nothing that women can’t do, that only a man could do.
Because we are just as strong as men are. These women had to work twice as hard as a man in their time had to, to achieve what they achieved. And they deserve more than respect, but also that-from time to time- we stop and think of them.

 

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Heute möchte ich an ein paar große weibliche Abenteurerinnen, Entdeckerinnen und ja, Heldinnen erinnern, die wir leider allzu oft vergessen.
Es sind Frauen die mich inspirieren und deren Leistungen ich wirklich zu schätzen weiß.
Vielleicht waren ihre Schritte klein, und Frauen wie diese selten, aber jede große Reise fängt mit dem ersten Schritt an. So klein dieser auch sein möge.

Man sagt eine belesene Frau, ist eine gefährliche Frau.
Und ich glaube, dass das stimmt.

Ich erinnere an dieser Stelle mal an Hexenverbrennungen. Die meisten Menschen die der Hexerei angeklagt wurden, waren weiblich (s. Die Salem-Prozesse) und oft vergleichsweise gut gebildet. Viele waren Ärztinnen oder Heilerinnen, einige konnten sogar lesen ( z.B.: Hildegard von Bingen).
Wir alle kennen und ehren Christoph Kolumbus, Neil Armstrong, Ronald Amundsen und Messner. Große Helden und Pioniere.
Aber wann erinnern wir uns wirklich an Amelia Earhart, Gudridur Thorbjarnardottir (welche Amerika 500 Jahre vor Kolumbus entdeckte) oder Grace O’ Malley?

Amelia Earhart ist von den oben genannten noch der vermutlich geläufigste Name.
Leider wurde seit ihrem Flug über den Pazifik jede Spur von dieser außergewöhnlichen Frau vermisst.
Sie war vermutlich schon zu ihrer eigenen Zeit ein Vorbild für junge Frauen. Die Abenteurerin und Frauenrechtlerin kämpfte um gleiche Rechte für Frauen und behauptete sich gleichzeitig in einer von Männer dominierten Berufsgruppe.
Irgendwo ist sie wohl auch für unsere Generation noch ein Vorbild.
Sie arbeitete unablässig um zu bekommen was sie wollte. Für sie gab es kein “Nein”.
Um ihre Fluglizenz zu bezahlen nahm sie 28 verschiedene Jobs an, da ihre Eltern sie nicht unterstützen wollten.
Und bereits nach einem halben Jahr konnte sie diese Lizenz zahlen und kaufte sich ihren ersten eigenen Flieger.
Ein Mann wäre zu jener Zeit eher unterstützt worden. Wieviele Investoren wohl gerne irgendwie an einer Flugexpedition teilgehabt hätten? Aber Amelia Earhart war kein Mann und das Leben deshalb nicht gerade ein Zuckerschlecken.
Niemand unterstütze ihre Träume weil sie frei und unabhängig sein wollte. Weil sie nicht in die ihr vorgeschriebene Schublade passte. Ich nehme an, sie jagte dem ein oder anderen ein bisschen Angst ein. 😀

Grace O’ Malley lebte deutlich früher als Amelia Earhart ( das hier geht chronologisch sozusagen rückwärts).
Sie war eine irische Piratin, geboren als Tochter eines Clan Chiefs.
Sie sprach nicht nur fünf Sprachen (fließend!), sondern sie war auch bewandert in der Kunst des Navigierens und bekannt als “Piraten Queen”.
Sie eroberte und baute zahlreiche Burgen. Ihre Macht auf See und an Land wuchs stetig. Irgendwann war sie sogar so mächtig, dass sie eine Gefahr für Elizabeth I. von England darstellte.
Aber sie war keine Frau in Männerkleidern.
Zwischen dem ganzen Erobern und Machterweitern heiratete sie zweimal und gebar auch einige Kinder. Emanzipiert und trotzdem Familie haben- ja es geht!

Gudrídur Thorbjarnardóttir war vermutlich die vereisteste Frau des frühen Mittelalters.
Geborene Isländerin und Weltbürgerin. Mit ihren verschiedenen Ehemännern und auch alleine bereiste sie viele Länder, anstatt zuhause zurückgelassen zu werden.
Ihr Sohn war vermutlich der erste Amerikaner mit europäischem Hintergrund.
Aber nicht nur was das Reisen betrifft war sie eine Art Pionierin. Sie war auch eine der ersten Christen auf Island. Nach einer Pilgerreise nach Rom, wo sie den Papst traf, entschied sie schließlich den Rest ihres Lebens als Nonne zu verbringen.

 

Diese ganzen Frauen hatten eine Sache gemeinsam:
Sie akzeptierten die Umstände in die sie hineingeboren wurden nicht einfach so. Die Regeln waren für sie nicht unantastbar, sondern etwas das man in Frage stellt.
Sie glaubten daran, dass Frauen genauso gut wie Männer sind und dass sie absolut in der Lage dazu sind, das zu tun was Männer auch tun.
Weil Frauen genauso stark sind wie Männer.
Diese Frauen mussten doppelt so hart arbeiten als ein Mann das hätte tun müssen um dahin zu kommen wo sie hinwollten.
Meiner Meinung nach verdienen diese Frauen allen Respekt. Ihr kleiner Kampf hat uns Frauen heute dahin gebracht wo wir jetzt sind.Aber sie verdienen nicht nur unseren Respekt, sondern auch, dass wir uns von Zeit zu Zeit an sie erinnern. Sie im selben Atemzug nennen wie männliche Pioniere. Denn es sind nicht nur “für eine Frau ” herausragende Leistungen und Kampfgeist, sondern für alle.
Also vielleicht, können wir alle ab und zu auch an die großen Heldinnen der Geschichte denken und ihr Andenken in Ehre halten, nicht nur das der Helden.

Tamy talks to…Ernesto

New York ist natürlich eine glamouröse Stadt. Das Zentrum der Welt.
Hier trifft sich jeder der etwas von sich hält oder hofft mal etwas Großes zu werden.
Aber wie alles, hat auch New York seine Licht-und Schattenseiten.

Ich wusste vorher schon, dass in den USA extrem viele Menschen unter der Armutsgrenze leben und wirklich jeden Tag kämpfen, aber dass es eben auch eine sehr große Elite gibt.
Richtig schön gezeigt wurde mir das, als ich zum ersten mal über die 5th Avenue spazierte. Die Dämmerung hatte gerade eingesetzt und ein Freund und ich hatten den Tag im Central Park verbracht und wollten nun etwas essen.
Ich war beeindruckt und fast eingeschüchtert von dem was um mich rum geschah. Die großen Werbeplakate und vielen Lichter, Schaufenster die aussahen als wären es Kunstgalerien und Diamanten die versuchten sich gegenseitig in den Schatten zu stellen. Die Menschen eilig am hin und herlaufen. Als gäbe es irgendein Event von dem ich nur noch nichts wusste.
Das Geld konnte man praktisch riechen. Überall Designerklamotten, große Klunker und so viele Shoppingtüten, dass es wohl schwer war sie selber zu tragen. Und dann zwischen all dem bunten Treiben und dem Glitzer saß auf dem Boden, angelehnt an einer Mülltonne ein alter Mann. Bettelnd und offensichtlich frierend.
Nun sind Bettler ja nichts außergewöhnliches, aber von dem Anblick wurde mir auf einmal schlecht. Es war, als würden die Schönen und Reichen ihn gar nicht sehen. Als würden sie so etwas im Allgemeinen einfach ausblenden.
Da wurde auch nicht ausgewichen, sondern einfach über seine Sachen gestolpert.
Das wars dann auch mit dem beeindruckt sein. Ich war enttäuscht. Keiner der zahlreichen Menschen, die vor wenigen Minuten vermutlich noch Tausende Dollar für Handtaschen ausgegeben hatten, hatte ein bisschen Kleingeld für den Mann.
Und das Schlimmste:
Sie hatten nicht mal ein Lächeln oder einen kurzen Blick für den Mann.
Als hätten sie Angst davor, dass man sich an Armut anstecken kann.

Oder neulich zum Beispiel, da habe ich den einen Freund meines Mitbewohners kennengelernt. Ernesto.
Ernesto ist Anfang 20 und hat schon auf der Straße gelebt.
Er hatte sein Auto auf einem Parkplatz bei Burger King abgestellt, da es irgendwie kaputt war. Dann ist er auf einen  langen Spaziergang gegangen und hat bei Freunden in Brooklyn übernachtet. Das Auto hatte er bei Burger King stehen lassen.
Am nächsten Tag war sein Auto weg. Und mit dem Auto absolut alles was er hatte.
Die Polizei hatte es abgeschleppt. Das wären dann allein dafür schonmal ca. 200$ und 120$/Tag an dem das Auto bei der Polizei ist. Und woher nimmt man bitte einfach mal so 320$ wenn alles was man verkaufen könnte ( wie z.B. Computer und TV) im Auto liegen? Das geht schlecht.
Direkt am zweiten Tag in dieser Stadt also völlig am Ende. Damals war er 17.
Die Jugendarmut Unterstützungsorganisationen kennt er alle.
Er ist nicht verbittert, aber antriebslos und irgendwie hilflos. Und trotzdem ist er ein unglaublich friedliebender positiver Mensch geblieben.
Obwohl er mittlerweile eine eigene Wohnung und einen Job hat und immer noch durch verschiedene Organisationen subventioniert wird, ist er für jede Mahlzeit so dankbar, wie ich es bei noch keinem Menschen gesehen habe.
Zumindest bei keinem Menschen in der westlichen Welt.

Er ist aus Florida hergezogen um von seiner alkoholsüchtigen und cholerischen Mutter zu fliehen. Die große Stadt und den Traum leben. Im Gepäck war alles was er hatte.
Aber nicht nur das Leben auf der Straße musste er erleben, sondern auch die Diskriminierung.  Ernesto ist schwul und war damals Obdachlos. Keine gute Kombination. Wenn er Leute bat ob sie ihm ihr Handy ausleihen könnten damit er seine Mama oder Freunde anrufen könnte, hörte er kein einziges mal ein “ja”.
Und das nur, wie er sagt, weil er einen schwarzen Plastikbeutel über der Schulter hatte. Von anderen benachteiligten Jugendlichen wurde er verprügelt und bestohlen, immerhin war er ja ein “Fagott”, -eine Schwuchtel.
Woher sie das wussten, weiß er selber nicht, er hatte sich damals noch vor niemandem geoutet. Als Puerto Ricaner geht es Zuhause noch ziemlich konservativ zu.

Und Ernesto ist ganz sicher nicht der einzige mit so einer Geschichte.
New York kann ganz schön hart sein.
Und das Schlimme ist, dass ich ständig von Leuten höre, dass man hier mit Höflichkeit und Rücksicht nicht weiterkommt und sie so alle ein unmögliches Verhalten entschuldigen. Wenn alle mal einen Gang zurückschalten würden und ein bisschen mitfühlender und freundlicher miteinander umgehen würden, dann wäre der Tag für sehr viele Menschen leichter.
Höflichkeit hat nichts mit Wettbewerb zu tun. Dass es den hier gibt ist klar. Heißt aber nicht, dass ich nicht mal Grüßen oder Lächeln oder jemandem etwas Nachsehen kann-im Gegenteil, das ist deutlich stilvoller.

   

So, das wars schon wieder für heute!Bis bald!

Ein New Yorker Sonntag /The Pop Souk Experience

 

Sundays in New York are not like other sundays.

They are different. They don’t have this bittersweet smack. It doesn’t feel like the whole city is only thinking about how close monday is.
Sundays in New York feel like the very first day of a school holiday, where you are ready to conquer the whole world.
The whole city seems to be friendlier and more relaxed than on any other day.
And there is an endless list of possibilities how to fill this day.

To start the day, you need a good breakfast or brunch of course. There are thousands of great sunday- brunch specials and breakfast is served the whole day.
Which is great, because even if you spend the whole saturday night out in a club or a bar you can still sleep as long as you want and whenever you get up you can have breakfast. You can set the pace of the day.

When the sound is shining, the whole city seems to be in parks or somehow outside.
You can have picnics, go on boat tours, or do some sports with friends.
Also people like to stroll around the big shopping streets like 5th Avenue. But everything is slower than on weekdays. The flow is very different.

There are parades and flea markets, and all kinds of galleries, museums and wellness spots are opened.
A couple of weeks ago I enjoyed the Persian parade, which was great. And what I also recommend is the flea market in Dumbo (Brooklyn).
But the New Yorkers are also prepared for rainy sundays.
They don’t let anyone or anything ruin their sunday.

Yesterday I went to a special event that is only twice a year.
It’s called the “Pop Souk” ( I don’t know why it’s “pop” but a “souk” is a moroccan market).
It’s some sort of flea market but at the sam time it’s also a party.
Means there are DJs, Bars and dance floors in-between of market stalls.
You can buy and sell anything.
You can have massages, tattoos buy clothes, accessories and decor.
This year they had a loooot of glitter.
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This market takes place in the world famous club “Webster Hall”, who has 4 floors. The perfect location.
The admission was only 5$ ( an amazing price!)

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A lot of artists come but also in the gay scene this event is very popular-everyone is welcome.
And the best part:
The party is from 12.00-6.00pm.
Of course there are a lot of after parties, but for all those people who have to work the next day, it is just perfect.

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I never expected it to be like that, but now I am looking forward to sundays.
No matter what weather forecast is.

The funny part is, that when I walk down my street on monday mornings, it is like sunday mornings in Germany. Everything’s closed. All the galleries, boutiques and bars. They don’t open until 11pm.
Only two  or three small coffeeshops with their “every time is breakfast time” are opened.
It takes time until New York wakes up on monday mornings.
But when you come back in the afternoon the streets are full of life again.
It seems like monday mornings have the sundayblues, that we have all sunday long.

 


 

Sonntage in New York sind anders als Sonntage irgendwo anders.

Da ist kein bittersüßer Beigeschmack weil am nächsten Tag schon wieder Montag ist. Nein, stattdessen fühlt sich ein Sonntag in New York wie der erste Tag der Schulferien an.
Die ganze Stadt scheint freundlicher und entspannter und es gibt unglaublich viele Möglichkeiten diesen Tag zu füllen und richtig auszukosten.

 

Zu Beginn gibt es unglaublich tolle Brunch-Angebote! Und Frühstück wird den ganzen Tag serviert. Das heißt, wenn man Samstags bis tief in die Nacht tanzt und feiert kann man ausschlafen und den Tag in genau dem Tempo leben in dem man das gerne möchte.

Bei Sonnenschein ist die ganze Stadt draußen und man trifft sich in Parks zum Picknicken oder Bootsfahrten oder Sport. Es wird auch gerne durch die großen Einkaufsstraßen flaniert, aber in einem merklich anderem Tempo als unter der Woche.

Es finden Paraden und Flohmärkte statt und sämtliche Galerien, Museen und Wellnesspaläste sind geöffnet.
Neulich war ich zum Beispiel Sonntags auf der persischen Parade! Und auch der Flea Market in Dumbo (Brooklyn) ist sehr empfehlenswert.
Auch für regnerisches Wetter sind die New Yorker also gerüstet. Niemand kann einem hier den Sonntag so einfach verderben.

Gestern, dem 1. Sonntag im Mai, war ich auf einem ganz besonderen Event das hier nur zweimal im Jahr stattfindet.
Der Pop Souk.
Der Pop Souk ist eine Art (Floh-)Markt aber auch gleichzeitig eine Party.

Sprich es gibt DJ’s, Bars und Tanzflächen zwischen einer Menge verschiedener Stände, die alles verkaufen was man sich nur vorstellen kann.
Die Gäste dieser Party, alle extrem exzentrisch und extravagant gekleidet, nutzen diese Gelegenheit um ihre ganz besonderen Outfits auszuführen.
Von alltagstauglich bis unglaublich verrückt, kann man dort nicht nur alles sehen sondern auch kaufen und verkaufen. Es gibt Massagen, Tattoostände, Kleidung, Accessoires und Deko. Dieses Jahr sehr viele Nieten und Glitzer.

Dieser besondere Markt findet im weltberühmten Club “Webster Hall” statt,der sich über vier Stockwerke erstreckt und wirklich eine perfekte Location ist.
Eintritt kostet nur 5$ ( ein unglaublich guter Preis!!).

Das Ereignis ist nicht nur bei Künstlern extrem beliebt sondern auch bei in der homosexuellen Szene – willkommen ist dort Alles und Jeder.

Und das Beste: Die Party ist Nachmittags.

Zwar gibt es zahlreiche Afterparties aber es gibt ja auch noch jene, die Montags wieder auf die Arbeit müssen und für die ist 2am, nicht gerade eine ideale Uhrzeit um Party zu machen…

Mittlerweile freue ich mich hier richtig auf die Sonntage- egal welches Wetter vorhergesagt wird.

Das Lustige ist, wenn ich Montagmorgens meine Straße herunterlaufe dann ist es ungefähr wie ein Sonntag in meinem Dorf.
Vor 11.00 Uhr hat keine der zahlreichen Boutiquen oder Gallerien haben geöffnet und von den Bars will ich gar nicht erst anfangen…die Straße ist tot. Nur zwei oder drei Cafés mit einem “every time is breakfast time”-special und natürlich unser “Ludlow Coffee Supply” sind geöffnet.
Es dauert bis alles in Gang kommt. Aber wenn man am späten Nachmittag oder Abends dort entlang läuft, dann ist wieder alles voller Leben und viele viele Menschen auf der Straße. Der Montagmorgen scheint einfach den Sonntagsblues zu haben.

The Coolness of Sunglasses

Putting on a new pair of glasses or sunglasses is a simple way to completely transform your look – just like a new hairstyle.
-Brad Goreski-

 

One reason why I love New York is the fashion.
It is like art.
You see everything, get inspired and can wear whatever you want.
Moreover there are a lot of people appreciating when you try out new styles and people are not afraid of giving compliments (come on Germans you can do that too!!).
New Yorkers love fancy shoes, crazy hairstyles, handbags and jewelry …well basically they love everything that’s got something to do with fashion.
But nothing comes close to sunglasses.

As a New Yorker you can wear sunglasses whenever and wherever you want.
They are a statement.Not just some eye protection.
And when I say whenever and wherever I mean it exactly that way.
So yes, you see people walking around with their sunglasses in the middle of the night and every second person you see in the train (subway) wears sunglasses.
And it doesn’t make a difference if the sun is shining outside or not. My favorite couple was the one that I saw on the train (both wearing their super colorful sunglasses) and met again later in an art gallery in Chelsea. Though it was evening and they were in an art gallery they still didn’t take them off.
I totally understand them. Sometimes that little detail can make an outfit complete, but in my hometown people would think that I am drunk if I did this.
Here, the only way you can find out if  it is actually a day where normal people would wear sunglasses, is by checking if the tourists have their sunglasses on.

Sunglasses are like sweaters with cool or funny quotes. They can tell you everything you need to know. And they are a little more elegant than a “fuck off”-sweater.
Sunglasses in the train for example:
They can say  “don’t even dare to look in my direction again”, a “I am ready for summer and my inner sun is always shining”,  a simple ” just in case you don’t know I am a true  New Yorker”, or a ” I am cool, I don’t care if you think I am weird.” and of course the “Yes, I had an amazing night yesterday and today my face looks like I’ve been hit by a truck, but it was worth it”.

No design is too eccentric, no no-gos.
Mokokoma Mokhonoana once said “Sunglasses are the unofficial celebrities’ uniform.”; maybe that’s why New Yorkers are so in love with sunglasses.
Wearing sunglasses around your neck as a necklace or if it’s part of your hairstyle…all of that is up to you, as long as you wear sunglasses you are waaaay cooler than all the people without sunglasses.
And let’s be honest, in most movies the cool guys and the cool girls always wear sunglasses and black leather jackets at one point (remember “Danny” from Grease? Or the Men in Black?)

I heard that some people just wear sunglasses to protect their eyes…but that sounds more like a legend to me!

So I looked for some icons that wore sunglasses!

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Mr. Badboy aka Danny Zuko had a fantastic style!No one can question leather jackets, white shirts, and cool dancing moves!

 

 

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…I mean if someone was cool in the last couple of years, then it was Django…

 

 

The one and only Marilyn Monroe knew how to wear them right. And she rocked it!

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…It’s Audrey Hepburn…What else do I have to say?

 

 

And I have to make a confession:
I wore my sunglasses on the train today. First I had an immense urge to take them off. But then I felt pretty cool. And it’s also soooo good when you just woke up, and are technically still sleeping. So I am definitely doing it again!

“Fashion Fact: Most people make the assumption that I wear trendy shades the majority of the time (often indoors) to protect my eyes from the elements. But in fact it’s the reverse. I’m protecting the elements from the brilliance of my eyes.”
-Mike “The Situation” Sorrentino

Well, you’ll hear from me soon!

xoxo

And finally a picture where @juliakristin (www.dasblackshirt.com) and I  prove how cool sunglasses are! 


 

Ein Grund warum ich New York so liebe ist die Mode. Es ist wie Kunst.
Man sieht alles was man sich nur vorstellen kann, man kann tragen was man will. Und das beste ist, dass die Leute es zu schätzen wissen wenn man Neues ausprobiert, anstatt zu Denken, dass man völlig bekloppt ist.

Die New Yorker lieben tolle Schuhe, verrückte oder außergewöhnliche Frisuren, schicke Handtaschen und Schmuck…also so gut wie alles was mit Mode zu tun hat.
Aber nichts, absolut gaaar nichts, kommt Sonnenbrillen auch nur Nahe.

Als New Yorker kann man immer und überall eine Sonnenbrille tragen.
Sonnenbrillen sind ein Statement- nicht nur eine Möglichkeit seine Augen vor der Sonne zu schützen.
Also ja, man sieht auch mitten in der Nacht noch Menschen die ihre Sonnenbrillen tragen und gefühlt jede zweite Person in der U-Bahn trägt morgens eine Sonnenbrille.
Und es ist völlig egal ob draußen die Sonne scheint oder nicht.
Neulich habe ich ein Pärchen in der U-Bahn gesehen (beide trugen ihre Sonnenbrillen) und sogar als ich die beiden später am Abend in einer Galerie in Chelsea traf, trugen beide noch ihre Sonnenbrillen.
Ich kann sie ja schon verstehen…manchmal kann so ein kleines Detail das ganze Outfit zu etwas besonderem machen. Wenn ich das allerdings Zuhause machen würde,würden die Leute denken ich wäre betrunken oder sei nun endgültig völlig durchgedreht.
Hier ist der einzige Weg herauszufinden ob es tatsächlich ein Tag für Sonnenbrillen ist, sich die Touristen anzuschauen. Diese tragen das Accessoire nämlich wirklich nur bei Sonne.

Sonnenbrillen sind ein bisschen wie diese Pullis mit coolen oder witzigen Sprüchen drauf. Sie können einem direkt alles sagen, was man wissen muss, sind allerdings ein bisschen eleganter als “Halts Maul”-Pullover.
So zum Beispiel die Aussagekraft von Sonnenbrillen in der U-Bahn:
Sie können sagen: ” Wage es nicht nochmal in meine Richtung zu schauen”, oder “Ich bin sowas von bereit für den Sommer,mir ist egal ob die Sonne scheint, für mich ist jetzt Sommer”, aber auch “hey, falls noch nicht klar war, dass ich ein echter New Yorker bin, dürfe es ja jetzt klar geworden sein”, vielleicht auch “Ich bin cool und es ist mir scheißegal ob du denkst ich bin bekloppt”, und natürlich das klassische “Jap, gestern Nacht war super und deswegen sieht mein Gesicht nach dem einer Schnapsleiche aus, aber es hat sich gelohnt!”.

Kein Design ist zu exzentrisch und es gibt keine No-Gos wenn es um Sonnenbrillen geht.
Mokokoma Mokhonoana hat mal gesagt, dass Sonnenbrillen die inoffizielle Promi-Uniform sind….vielleicht lieben sie die New Yorker deswegen so sehr.

Wie man die Sonnenbrille stylt ist völlig egal. Auch ob man sie den ganzen Tag nur um den als hängen hat. So lange man eine hat, ist man zumindest ein bisschen cooler als der ganze Rest.
Und wenn wir uns mal zurückerinnern, dann ist es schon so, dass die ganzen coolen Charaktere in den Filmen Sonnenbrillen und schwarze Lederjacken tragen.
Danny  Zuko aus Grease oder die Men in Black zum Beispiel!

 

 

Und an dieser Stelle muss ich ein kleines Geständnis machen:
Ich habe heute meine Sonnenbrille in der U-Bahn angelassen. Anfangs hatte ich einen unglaublich starken Drang sie abzunehmen, weil es ist dann ja auch schon Dunkel,aber dann habe ich auch die Vorteile entdeckt!
Zum Beispiel wenn man morgens müde ist, dann ist es super entspannend für die Augen. Und alle lassen einen schön in Frieden.
Also werde ich das auch sicher nochmal tun.
Bis dann!

CUBA: What you should know before you go

Hey there!
This year I spent most of the winter in Cuba. Or at least the most horrible part of winter.
It was an extraordinary experience, sometimes a little tough but also wonderful.
And a smooth sea never made a skilled sailor.

So for everyone who is planning to go there I want to share what I have learned on this island-so just a couple of  useful tips for how to survive over there.

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So let’s get started!

 
First of all get used to the idea that no one speaks English. They are simply not very interested in this language.
Only a few locals are actually learning this language to communicate with tourists.
They just love Spanish-so you better find your old dictionary and learn some basics.

The next thing you should do is getting used to the idea that some things don’t work. That’s life. Some things work, others don’t.
That can be a tough lesson. Even if you think you understood it, Cuba will teach you, that you still expect too much.
No. Things are not working just because you want them to work. There is a lot of money and work behind everything.
In Cuba it is a luxury when things work right away. It is a surprise.
And don’t forget that it’s a communistic third world country!

After you get used to things not working, it won’t be a problem to also get used to spontaneity.
Get used to 5 minutes of unexpected rain, get used to random people talking to you and asking you to dance just because they feel like doing this and get used to changing your plans in the last minute.

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Then prepare yourself for rice and beans. A lot of rice and a lot of black beans. At least if you don’t plan to spend 90% of your holiday in one of the luxurious hotels or on a cruise. While most tourists don’t feel very comfortable with salad or meat, rice and beans are not only nutritious and tasty but also safe.
First it is delicious, but you’ll be tired of it pretty soon.
But I’d rather have 3 months of only rice and black beans then one more Cuban hamburger! NEVER EVER eat Cuban fast food. It is not only absolutely disgusting, it also makes you sick, and you never really know what you get. Just by the thought of it I feel a little bit sick.
I haven’t had a hamburger since then. I just can’t. I haven’t overcome my trauma yet.
But if you get the chance to eat some seafood or fresh fruit go for it! It is delicious!

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Mosquitos are of course a topic in a country like Cuba.
Though they don’t have Malaria in Cuba, it is still good to be careful. So take your mosquito spray, these creatures do a pretty good job driving one crazy.

Shoes.
Take a couple of good, but not too expensive shoes with you.
The streets are horrible and super dirty. They don’t clean the streets and they have a lot of homeless cats and dogs, plus all the horses that are still used…
Also after a long day your feet will hurt like crazy and be black like the night skies ( at least when you wore flip flops).
And be careful, one minute of being to distracted and you wrench your ankle!

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If you need to go to a bank or some embassy you are not allowed to wear flip flops, sunglasses or dresses. Don’t get upset if you see the employees wearing absolutely inappropriate outfits. Just accept it. For some reason super short skirts, high heels, and blouses that don’t hide anything are okay.

When it comes to prices in Cuba you never really know if you got a good deal or not.
Just don’t ever accept the price tags.
What helps is talking in Spanish, also you should be nice and friendly and calling everyone “amigo” really helps saving some money. It might sound stupid, but as soon as you “connect ” with the people everything will be so much cheaper wherever you go.
Also what I’ve learned on one of my last days is, that when you order something in a restaurant or a cafe that is mostly for tourists and you tell the waiter that you’re staying in Cuba for longer they give you better prices.
So for example when you get the bill and you tell the waiter that you don’t accept to pay 4 CUC for a coffee as you also know the prices for locals, they won’t make you pay 4CUC but give you a better price.

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So I think that’s enough now.
If you have any questions about this or if you want to hear more, don’t hesitate to contact me, or comment.
Have a great day!

If you liked the pictures, let me know!


 

Hallo!
Dieses Jahr habe ich den größten Teil des Winters in Kuba verbracht. Oder zumindest den schlimmsten Teil des Winters.
Es war eine unglaubliche und  außergewöhnliche Erfahrung- manchmal ein bisschen hart, aber auch genauso gut.
Und wie jeder weiß: A smooth sea never made a skilled sailor!

Also habe ich mir überlegt, dass ich ein paar Tips mit euch teile, für alle die die auch gerne mal nach Kuba gehen wollen.

Also los geht’s!

Als erstes bereitet euch darauf vor, dass vor Ort kaum Englisch gesprochen wird. Nur die wenigsten verstehen die Sprache oder sprechen sie gut genug, als dass es sich wirklich zum kommunizieren eignet.
Also kramt eure alten Wörterbücher heraus und frischt euer Spanisch ein bisschen auf! Ihr werdet sicherlich mehr brauchen als nur “vamos a la playa”.

 

Dann gewöhnt euch an den Gedanken, dass in Kuba absolut nichts so läuft oder so funktioniert wie man es erwartet.
Aber so ist das Leben halt. Manche Dinge funktionieren, andere eben weniger.
Mal ist man der Hund und mal ist man der Baum.
Das ist eine Lektion auf die man natürlich auch gut und gerne verzichten könnte. Ich dachte, ich hätte diese Lektion schon längst verstanden, das war aber nicht der Fall. Wie wenig tatsächlich funktionieren kann, wurde mir erst da wirklich klar.
Irgendwann seid ihr dann wahrscheinlich auch so weit, dass ihr es für einen Luxus haltet wenn etwas einfach mal so läuft wie geplant.
Wenn man im Hinterkopf behält, dass es sich um ein kommunistisches 3. Weltland handelt, dann regt man sich auch nicht mehr ganz so stark auf.

Nachdem ihr euch daran gewöhnt habt, wird es auch wahrscheinlich kein Problem sein, etwas mehr Spontanität an den Tag zu legen, als die meisten es gewohnt sind.
Es wird unerwartet Regenschauer geben, Leute werden euch einfach so ansprechen oder mit euch tanzen, einfach weil sie gerade Lust darauf haben und Pläne werden sich noch in der allerletzten Sekunde ändern. Manchmal gibt es einen Laden und dann verschwindet er für ein paar Tage und dann ist er wieder da. Und Busfahrpläne sind auch nicht gerade etwas typisch Kubanisches.

Sooo nun zum Essen. Es wird sehr sehr viel Reis mit Bohnen geben.
Außer ihr verbringt 90% eures Urlaubs im Hotel oder auf einem Kreuzfahrtschiff, da gibt es nämlich doch relativ viel Auswahl nehme ich mal an.
Wenn ihr aber günstig reisen wollt und dahin geht wo auch die Einheimischen essen, dann wird es hauptsächlich Bohnen und Reis geben. Wann immer ihr die Chance bekommt Meeresfrüchte, Fisch und richtige Früchte zu essen, schlagt zu!!Köstlich!
Wovon man aber auf jeden Fall die Finger lassen sollte, ist kubanisches Fast Food. Wenn ihr meinen Blog schon länger verfolgt, dann wisst ihr das aus dem Beitrag “Schlechte Kost” ( https://thecatastrophyoftravelling.com/2016/04/14/schlechte-kost/ )
Und wirklich viel mehr will ich dazu auch eigentlich gar nicht mehr sagen…Lasst es einfach.

Moskitos!
Natürlich gibt es viele Mücken auf Kuba und obwohl es auf der Insel kein Malaria gibt, sollte man trotzdem Vorsicht walten lassen und sich immer schön einsprayen- so nervig es auch ist. Außerdem ist sich die ganze Zeit kratzen noch viel nerviger.

Schuhe. In Kuba sind die Straßen nicht nur unglaublich schlecht, sondern auch ziemlich schmutzig. Also am besten ein Paar einpacken, dass einiges aushält, aber auch nicht zu teuer war. Mit Absatzschuhen kommt man nicht weit.
Da sowohl Pferde als auch viele Straßentiere Teil des Alltags sind und die Straßen dort nicht gereinigt werden, kommt man nach einem Tag in Flip Flops mit schwarzen Füßen nach Hause.
Obwohl einige der großen Straßen in Havanna gerade aufgerissen und neu gemacht werden, gibt es sehr viele Schlaglöcher und ungerade Straßen (gerade in Havana Vieja), wenn man da nicht aufpasst, hat man sich ganz schnell den Knöchel verstaut.
Also Augen auf!

Sollte ihr mal in die Bank oder auf irgendein Amt müssen, dann bereitet euch darauf vor, dass sie euch mit Flip Flops und Kleid nicht reinlassen werden.
Manche sind strenger wenn es um diese Regelung geht, andere weniger.
Und versuchte euch nicht aufzuregen. Anscheinend sind die viel zu engen, kurzen, durchsichtigen, kostümartigen Outfits der Angestellten besser.
Ich weiß auch nicht warum, das muss man  einfach akzeptieren. Einmal kurz durchatmen und sich daran erinnern, dass man eben auf Kuba ist.
An sich ist es ja eine sinnvolle Regel, aber dann müssten sich die Angestellten meiner Meinung nach genauso respektvoll kleiden wie die Kunden.

Nun zu Preisen. Generell kann man sagen, dass man erstmal kein Preisschild akzeptieren sollte. Da die Kubaner zwei Währungen haben und nach Lust und Laune verhandeln, weiß man eigentlich nie genau ob man gut verhandelt hat oder eher nicht so gut. Aber wenn man sich einmal daran gewöhnt hat (was zugegebenermaßen ein bisschen dauern kann), kann man dort unglaublich günstig Leben.
Versucht auf jeden Fall auf Spanisch zu verhandeln und wenn ihr eure Handelspartner als “Amigo” ansprecht und nett und freundlich anstatt kühl und distanziert behandelt, könnt ihr schon einiges an Geld sparen.
Merkt euch definitiv das mit dem “amigo”- es wirkt Wunder!
Mir hat ein Einheimischer erklärt, dass wenn man den Kellnern in touristischen Restaurants etc. erzählt, dass man länger auf Kuba ist und den Preis so nicht akzeptiert, dass auch am Ende noch mal der Preis verhandelt wird. Und es funktionier tatsächlich!
Wenn ich keine 4CUC für einen Kaffee bezahlen möchte, dann kann ich mit dieser Erklärung die Rechnung zurückgehen lassen und einen bessern Preis erreichen. (Und nebenbei bemerkt, 4CUC für einen Kaffee sind mehr als frech, Kubaner bekommen einen Kaffee für wenige Cents und nicht für umgerechnete 4€).

So das war es für heute.
Wenn ihr noch Fragen habt oder gerne noch ein paar Tips hättet, schreibt mich an oder schreibt es in die Kommentare! Ich helfe gerne.
Eine wunderschöne gute Nacht und bis bald!

Wenn euch die Bilder gefallen haben, lasst es mich wissen!

Pessach/ Passover in New York

Hallo hier bin ich wieder! Zugegeben, diesmal hat es etwas länger gedauert.

Es ist Pessach- Fest!
Und da in Boro Park in Brooklyn die größte fromme Judengemeinde außerhalb Israels ist, dachte ich, es wäre angemessen darüber zu schreiben.

Es ist nicht zu übersehen, dass die jüdische Gemeinde hier riesig ist. Überall in der Stadt deuten Namen, das Angebot im Supermarkt und viel mehr darauf hin. Hier einen traditionell gekleideten Juden zu sehen, gehört einfach zum Gesamtbild in New York.
Aber Boro Park ist noch einmal etwas Anderes.
Es ist als würde man eine Zeitreise machen, oder eine Reise in ein fremdes Land auf das man nicht vorbereitet war.
Man biegt um eine Straßenecke und auf einmal ist man in einer ganz anderen Welt.
Alle sind schwarz gekleidet. Männer laufen in Grüppchen mit Büchern unter dem Arm und wehendem Gewand die Straße entlang. Vermutlich auf dem Weg ins Kollel,
wo sie den Tag mit ihren Studien und ihren Studienkollegen verbringen.
Schläfenlocken, Hüte, kniebedeckende Röcke,einfache praktische Schuhe.
Alle sind sehr schlicht und zurückhaltend.
Keine auffällige Erscheinung, keiner sticht heraus oder versucht sich hervorzutun.
Und jeder scheint sehr auf sich konzentriert zu sein.
Das ist ein ungewöhnliches Gefühl in New York, einer Stadt in der man sich selber so stark durch den Kleidungsstil ausdrückt, und wo jeder versucht sich durch irgendetwas von der riesigen Masse abzuheben.

Auf der anderen Straßenseite spielen Kinder unter dem wachsamen Blick der jungen Mütter Klatschspiele. Laut ist keines von ihnen.
Alle  Erwachsenen richten den Blick entweder auf den Boden oder starr gerade aus.
Außer den Müttern natürlich, die konzentrieren sich voll und ganz auf ihren Nachwuchs.
Sogar mit schwarzer Jeans, schwarzem T-Shirt und schwarzer Jacke komme ich mir hier Fehl am Platz vor. Ich bin definitiv nicht Teil der Gemeinde.
Da ich die ersten paar Tage direkt um die Ecke gewohnt habe, war ich wenigstens auf die schwarze, schlichte Kleidung vorbereitet, und habe auch mein Haar in einen schlichten Pferdeschwanz züchtig zurückgebunden. Trotzdem falle ich auf wie ein bunter Hund.
Ich will auch nicht respektlos erscheinen.
Obwohl ich mir beinahe unwillkommen vorkomme, oder so zumindest so als würde mich jeder hier verurteilen (was sie vermutlich nicht tun-aber trotzdem), fasziniert mich das.
Umgeben von so vielen Versuchungen trotzdem seiner Religion und seiner Gemeinde treu zu bleiben ist etwas besonderes.

Und jetzt ist in Boro Park noch viel mehr los.
Die Frauen wirken gestresst und legen ein strammes Tempo an den Tag. Doch ich finde, dafür, dass so viel auf sie zukommt, wirken sie ziemlich cool.
Man spürt fast ein bisschen Vorfreude in all dem geschäftigen Treiben.
Es ist Pessach-Fest. Das womöglich wichtigste Fest im Judentum.

Hier eine kurze Erklärung für die, deren Erinnerungen an den Schulreligionsunterricht der sechsten Klasse schon etwas verblasst sind:
Beim Pessach- Fest ( das ca. eine Woche lang dauert), wird der Auszug aus Ägypten und somit die Befreiung des jüdischen Volkes aus der Sklaverei gefeiert.
Das Pessach-Fest beinhaltet verschiedene Riten und wird hauptsächlich mit der engen Familie begangen.
Normalerweise dauert es 7 Tage lang, bei orthodoxen Juden jedoch 8.
Bekannt ist wahrscheinlich noch, dass während des Festes nichts Gesäuertes gegessen werden darf.

Jetzt zu dem Part von dem ich nicht weiß, wie die jüdischen Frauen ihn meistern:
Die Vorbereitung.
Ein traditioneller jüdischer Haushalt liegt komplett in der Hand der Frau.
Sprich Einkäufe, Putzen, Verwaltung des Haushaltsgeldes etc. etc.
Nun muss aber vor dem Pessach-Fest nicht nur der komplette Haushalt zum Glänzen gebracht werden, sondern auch sämtliche saure Speisen (Chametz) müssen entfernt werden (können nach dem Fest zurückgekauft werden).
Glasgeschirr wird über drei Tage in Wasser gelegt und nach 24 Stunden gewechselt. Der Rest an Geschirr  wird mit heißem Wasser abgekocht.
Von der Zubereitung der  “Seder”-Speisen will ich gar nicht erst anfangen. Ich denke ihr habt eine kleine Idee von den Ausmaße dieses Festes bekommen.

Man kann sich also auch den Trubel in Boro Park vorstellen, kurz bevor Pessach beginnt.
Interessanterweise sind die ersten Treffer wenn man “Pessach” bei Google eingibt Hotelanzeigen.
Der Trend entwickelt sich nämlich dahin, Pessach nicht mehr Zuhause zu verbringen. Stattdessen fährt man mit der Familie in ein nettes Hotel ( und es gibt unglaublich viele “Passover-Specials”) und konzentriert und besinnt sich auf die Ursprünge des Festes, anstatt in Arbeit zu ertrinken.
Außerdem wird momentan an jeder Ecke “Matzo” verkauft und die Kochmagazine haben ein riesiges Register an koscheren, und Pessach-freundlichen Rezepten.
Das erleichtert die Arbeit vermutlich auch. Denn wenn man auch noch so viele Brotfladen backen muss, wie in einer Woche gegessen werden, ist man am Ende wahrscheinlich total gaga. Wenn ich nämlich vom engsten Familienkreis spreche, dann sind das nicht Vater,Mutter, Kind sondern gut und gerne mehrere dutzend Verwandte die einen Zuhause beehren.
Es gibt sogar eine Menge “Survive Passover”-Ratgeber. Verständlich.
Ich habe es zwar nie miterlebt (vielleicht ja eines Tages), aber ich kann mir unschwer vorstellen, dass man bei all den strengen Regeln und Reihenfolgen mal durcheinander kommt. Plus das man umgeben von tausenden Verwandten ist, denen man nicht auf die Füße treten will und man somit gezwungen ist, eine ganze Woche lang einen diplomatischen Tanz aufzuführen.

Übrigens wird die Tradition des Pessach-Festes auch im christlichen Abendmahl widergespiegelt.

Ich werde definitiv nächste Woche nochmal nach Boro Park fahren um zu sehen, wie die Straßen in diesem Viertel während Pessach aussehen. Und ich habe auch immer noch nicht die Hoffnung verloren, einen Rabbi zu treffen, der bereit ist, mir einen tieferen Einblick zu erlauben und mir mehr zu erklären.

Also Happy Passover meine Lieben! Und bis bald!

 

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Hello there!

I am sorry it took so long until this article came.

It’s Passover!
And as Boro Park in Brooklyn is the home to the biggest jewish community outside of Israel, I thought it would be a good idea to write about this holiday.

You can’t ignore that there is a huuuugee jewish community in New York.
Not only that you see a lot of people in their traditional clothing, but also you can get kosher food wherever you are and also the last names of a lot of people seem to have jewish roots.

But Boro Park is still different.
When you go there, it’s like traveling in time or going to a very different country, that you weren’t prepared for.
Just by turning around a corner, you enter a whole new world.
Everyone’s dressed in black. Men walk in small groups, their books under their arm. Probably on their way to the Kollel, where they spend their day studying.
Earlocks, hats, skirts that must at least cover the knees, and simple but practical shoes.
All black everything. And all very simple and unobtrusive.
No one tries to stand out from the crowd, and they all seem to be very focused on themselves and what they’re doing.
Which is a weird feeling in New York. A city where everyone tries to express themselves through their style.  And where everyone tries to stand out and be something special.

On the other side of the street children play some games. A group of mothers watching them carefully.  None of the children is loud while playing.
The adults keep their eyes to the ground or just straight forward. As if no one could move them from their path. Except for the mothers that keep an eye on their children  of course.

Even though I am wearing black pants, a black shirt and a black jacket, I feel like a purple glittering unicorn that’s trying to hide in between a flock of horses-but NOT in a good sense.
I am definitely not part of the community.
As I have lived just around the corner when I first came to New York I was prepared for the black clothes, and I have also a ponytail instead of my hair open.
But I still feel like a total misfit. I don’t want to seem disrespectful.

I feel not very comfortable or welcome, I feel like everyone here is judging me ( what they’re probably not doing, but still… ). Though I am fascinated.
They see all these temptations everyday, but they stay loyal to their religion, the commitments that comes with it, and also loyal to their community. This is something very special I think.

But now there is even more going on in Boro Park. The women seem stressed.
Even though I think they seem pretty cool, thinking of what they still have to do during the next days, and what they had to do in the last couple of days.
There was almost a sense of anticipation in this hustle and bustle in the streets.
It’s Passover. Probably the most important holiday in judaism.

Here is a short reminder for all of you that have forgotten what they’ve learned in school:
Passover is the celebration of the liberation of the jewish people from the slavery in Egypt.
The holiday is about 7 days long. Only the orthodox jews have 8 days of passover.
Passover includes a couple of very old rituals and is celebrated with the closest family members.
During passover you’re not allowed to eat anything acidified (chametz).

 

Let’s get to the hardest part of the whole festival:

The preparation.
In a traditional jewish household the woman takes care of everything that has to do with the house and making the place a home. That means buying groceries, cleaning, taking care of the children, organizing the money that is needed etc.
But everything is even more before passover. The whole household must be cleaned very carefully, all the chametz must be sold or thrown away ( can be bought again after passover) .
Glass tableware has to be put in water for three days, and all the rest of the tableware needs to be cleaned with boiling water to make it kosher.
I won’t even start to explain how long it takes to prepare all the “seder”-food.
but I think you can imagine how much work the jewish women need to put in this festival.

When you enter the word “passover” in google, the first things you’ll see in your search results will be ads for hotels that offer “passover-specials.”
this seems to be the new trend. Instead of running through your house trying to remove all chametz, you book a hotel somewhere nice. Being able to remember why they’re celebrating this festival instead of thinking of what to cook next.
Also they offer “matzo” at every corner, which makes life also way easier. Imagine you had to bake bread for a whole bunche of people, for one week. I feel like crying only by the thought of it.
Because when I am talking of the closest family members I am not only talking about father, mother, child but a couple of dozens of people.
Finding kosher recipes is also getting easier. The cooking magazines offer a wide range of different ideas what to cook for passover.
There are even “How to survive passover” books and articles.
Though I never had a passover, I can easily imagine how hard it can be.
Thinking of all the rules, all the procedures that need to be done in a certain order… I would probably mess everything up. Plus the whole family gathering thing. Not only for one night, but a whole week.
Trying not to hurt anyones feelings or to insult anyone requires a lot of diplomatic skills.

Besides, the passover festival is also reflected in the christian communion.

I will definitely go to Boro park next week to see how the flow is during passover. I assume it’s all pretty quiet on the streets.
And I haven’t lost hope to find a rabbi who can give me an insight on how everything works in a synagoge and who can explain everything in detail.

So happy passover!
And have a good night!