9 Places To Go Before They’re “Trendy”

Hello there!
Today I met two girls from France in Bryant Park.
We actually started talking because this one Lady wanted to talk to us about God.
So after this Lady left us alone because we didn’t understand the “one truth in life” that she tried to explain, we started a conversation.
It was just a usual traveller conversation. Which are always a lot like the following:
-Hey where have you been?
-Oh really? I have been there too! It was lovely!
-Yeah I can imagine, I really want to go there too! But did you really eat this?
Et cetera, et cetera, et cetera.

As a traveller of course you get to talk to a lot of other travellers.
And I noticed, that the places and the way how people travel change a lot.
So for example when I used to be in school and talk to the older students, they would usually plan different tours around Europe or America.
Then Australia became a huge trend. The first ones going to Australia were pretty exotic, but then everyone went.
Small groups of friends booked a flight, packed their backpacks and left to enjoy
work & travel in Down-Under.
But today Australia isn’t special anymore.
It’s the thing everyone does.
So people started traveling around  Australia and South-East Asia.
They would not only see Australia, but also places like Bali, Thailand, Vietnam etc.
And also the groups became smaller and smaller. Instead of taking 7 best friends there would be only three or four people together.

The latest trend seems to be to travel alone.
Travelling alone used to be uncool, boring, dangerous and maybe something for older people. It isn’t anymore.
Well of course it is dangerous sometimes, and scary and freaks you out. And of course you feel lonely from time to time (but this can also happen when you’re traveling with friends) but you can re-invent yourself. Be whoever you want to be, and it is impossible to not meeting new people.
So now everyone’s keen on being forced to spend time with themselves.
Keen on traveling alone.
Actually I just read an article in a magazine where the advantages of traveling alone were listed.
Everyone wants to learn the lesson that the island existence can teach you about life and yourself.
But not only traveling alone, but also going to exotic places is what the new “generation of travelers” does.
Out of our comfort zones into an unknown world full of adventures.
Getting to know the people and their sorrows, trying to understand their culture and learn all you can learn from it for life.
It isn’t about seeing the Great Barrier Reef anymore, though of course stuff like this is still fun and on the list, but the focus has changed.
At least as far as I can tell.

So what I am going to do, is telling you 9 secret places that travelers have already on their list and places where you should go before it’s super touristic.
I haven’t been to all of these places but that’s what our ( other people and me) conclusion is:

  1. Taiwan 
  2. Berlin, Germany ( the european version of New York)
  3. Argentina
  4. Iran ( the food there should be convincing enough to make you want to go there..)
  5. Uzbekistan ( or another country in Centralasia) 
  6. Croatia ( beautiful cities, and wonderful¬†landscape,PLUS it’s cheap!)
  7. Austin, Texas
  8. Sri Lanka ( more and more people go there, don’t miss¬†that small paradise ) 
  9. Iceland 

These countries are all very different,and I hope you find something that suits you…

design

You’ll hear from me!

 


 

Hallo!
Heute habe ich im Bryant Park zwei französische Mädels kennengelernt.
Wir kamen ins Gespr√§ch, da wir alle drei Opfer von einer Frau wurden die mit uns “√ľber Gott reden” wollte und die ¬†“die eine Wahrheit im Leben” mit uns teilen wollte.
Während sie mit uns sprach warfen wir uns mitleidige Blicke zu und als die Frau ging fingen wir eine Unterhaltung an.
Es war die typische “Reisende-treffen-andere-Reisende”-Unterhalung.
Mein Part in der Konversation ging ungefähr so (den anderen Part kann man sich dann denken):
-Hey, wo kommt ihr her?
-Ach wirklich? Da war ich auch schonmal! Es war ja soooo toll!
-Oh jaa das kann ich mir vorstellen, ich wollte da auch schon Immer mal hin!
-Aber hast du wirklich dieses merkw√ľrdige Gericht da gegessen?
‚Ķden Rest kann man sich ja denken…

Auf Reisen spricht man viel mit anderen Reisenden. Und ich habe festgestellt, dass sowohl die Reiseziele als auch die Art wie man reist sich immer mehr ändern.
Zum Beispiel als ich noch relativ neu auf dem Gymnasium war, haben die Abiturienten of noch Busreisen mit Freunden gebucht. Oft in große europäische Städte oder durch Teile von Amerika.
Auf einmal gingen kam dann der neue Trend: Australien.
Die ersten Australien-Traveler schienen noch relativ exotisch, aber schon bald gingen sehr sehr viele.
Kleine Gruppen buchten ihre Fl√ľge, packten ihre Rucks√§cke und zogen los um sich in Down-Under ganz dem Work& Travel zu widmen.
Heute ist Australien nichts mehr besonderes, es ist viel mehr die Norm.
Dann wurde angefangen nicht nur in Australien rumzureisen, sondern auch in Thailand, Bali, Vietnam etc.
Zudem werden die Gruppen immer kleiner.
Anstatt gro√üe Gruppen von 7 Leuten sind es heute mehr kleiner Dreiergr√ľppchen die man trifft.

Der neueste Trend scheint jedoch zu sein, ganz alleine zu verreisen.
Alleine verreisen. Das war eigentlich als uncool, langweilig, gef√§hrlich und traurig abgestempelt. Wenn √ľberhaupt eine Sache f√ľr √§ltere Menschen in irgendeiner Lebenskrise.
Nun aber nicht mehr!
Nat√ľrlich ist da manchmal vielleicht ein h√∂heres Sicherheitsrisiko als wenn man immer in einer Gruppe unterwegs ist und nat√ľrlich f√ľhlt man sich manchmal einsam (besonders dann wenn man kurz vor einem Nervenzusammenbruch steht und sein Leid nicht mal teilen kann). Aber es gibt auch Gefahren wenn man in Gruppen reist und man kann sich definitiv auch in Gruppen einsam f√ľhlen, oder sogar noch schlimmer: ausgeschlossen.
Ein Vorteil am alleine Reisen ist, dass man sich selber völlig neu erfinden kann. Man kann sich seine Grenzen neu setzen und die Person sein die man gerne wäre. Und mal ganz nebenbei: Es ist absolut unmöglich niemanden kennenzulernen.

Also ist heutzutage jeder versessen darauf gezwungen zu sein mit sich selber Zeit zu verbringen.Alleine zu Reisen.

Gerade vor ein paar Tagen erst, habe ich auf einem Cover eines Reisemagazins gesehen, dass der Trend “alleine Reisen” in einem Artikel ¬†erkl√§rt ¬†und die Vorteile aufgelistet werden sollten.
Jeder will nun die Erfahrung machen ganz alleine mit sich zu sein. Jeder will gerne die Lektion lernen die einem das Inseldasein √ľber sich und das Leben lehrt.
Aber nicht nur das alleine Reisen ist ein neuer Trend. Auch das Wählen exotischer Reiseziele wird immer populärer.
Raus aus unserer Komfortzone und ab ins Abenteuer.
Der Fokus liegt darauf, die Menschen und ihr Leben in anderen Teilen der Welt kennenzulernen, ihre Kultur zu verstehen und das was einem daraus n√ľtzlich erscheint ins eigene Leben adaptieren.
Platz 1 auf der Reise-to-do-Liste geht nicht mehr an das Great Barrier Reef.
Nat√ľrlich sind Sehensw√ľrdigkeiten immer noch auf der Liste, aber sie sind nicht mehr der Hauptgrund einer Reise. Zumindest insofern ich das beurteilen kann.

Also was ich jetzt mache ist, ich gebe euch eine kleine geheime Liste. N√§mlich die beliebtesten Reisetrends unter Vielreisenden. Orte an die man vielleicht gehen sollte, bevor sie endg√ľltig von Touristen und Kreuzfahrtschiffen oder so √ľberrannt werden.
So here we go:

  1. Taiwan
  2. Berlin, Deutschland ( ja wir haben den Ruf die trendigste und coolste Hauptstadt Europas zu haben, und New Yorker halten es f√ľr das New York f√ľr Europ√§er!)
  3. Argentinien 
  4. Iran ( wer hat noch nicht davon geträumt den persischen Charme mal live zu erleben? Und das Essen…)
  5. Usbekistan ( oder ein anderes Land in Zentralasien)
  6. Kroatien ( Viele Western wurden da unten gedreht, Tauchen kann man vergleichsweise g√ľnstig und sch√∂ne alte St√§dte gibt es auch noch)
  7. Austin, Texas ( es soll eine magische Stadt sein, definitiv auch auf meiner Liste!)
  8. Sri Lanka ( eine kleine Trauminsel und ein immer beliebteres Ziel)
  9. Island ( Alleine der Naturspektakel und der Moossuppe wegen ein interessantes Ziel!)

 

Diese Reiseziele sind alle sehr verschieden und da ist bestimmt f√ľr jeden etwas dabei!
Ich hoffe ihr habt ein bisschen Inspiration f√ľr den n√§chsten Urlaub gefunden.

Bis bald!

Das Inspirationsloch. /The Inspiration Disaster

Kennt ihr diese Tage wo einfach alles was ihr an Ideen habt furchtbar ist?
Ja. Die kenne ich auch. Noch gestern Nacht fand ich meine zahlreichen Ideen so umwerfend, dass ich aus dem Bett h√ľpfen und direkt in die Tasten schlagen wollte. Auch am Tag davor und dem davor fand ich die Ideen noch gut.
Jetzt aber eben nicht mehr.
Wahrscheinlich finde ich sie morgen wieder gut.
Aber nicht nur das, es f√ľhlt sich auch an, als h√§tte ein schwarzes Loch alle meine Erinnerungen an meine Reisen und an gesammelten Erfahrungen geschluckt.

Wenn ich so dar√ľber nachdenke, k√∂nnte es daran liegen, dass ich mir gestern auf YouTube den Trailer von “Keeping up with the Kardashians” angeschaut habe. Nur den Trailer und trotzdem hatte ich schon das Gef√ľhl, dass zahlreiche Gehirnzellen just in diesem Moment einen qualvollen Tod erlitten haben.
Die blöde Anfangsmelodie habe ich immer noch im Kopf und hält mich davon ab mir wichtige Dinge zu merken.
So  verzweifelt habe ich heute schon nach einem anderen Thema als dem geplantem gesucht, dass ich kurz davor war eine Ode an die Jogginghose zu schreiben.
Die reinste Katastrophe.

Also beschreibe ich heute einfach mal mein Inspirationsloch, in der Hoffnung, es damit zu √ľberwinden.
Genau genommen brauche ich nur einen guten Einstieg in das Thema, das ich f√ľr heute angedacht hatte. Aber der Kreativbereich meines Gehirns streikt.
Nagut, das akzeptiere ich. Als ich gestern den Schreibfluss unterdr√ľckt habe, war es gar nicht happy-daf√ľr kriege ich jetzt wohl die Quittung.

 

Damit ihr einen Weg aus diesem Loch findet habe ich hier ein paar Tips f√ľr euch, hoffentlich habt ihr dann bahnbrechende Ideen!

1.Falls ihr nach einer neuen √úberschrift f√ľr einen Artikel o.√§. sucht empfehle ich:
https://www.portent.com/tools/title-maker

2.In einem Lexikon bl√§ttern und die Beschreibung von willk√ľrlich ausgew√§hlten W√∂rtern zu lesen.
Die meisten von euch, haben wahrscheinlich kein Lexikon mehr, aber einen ganzen Wikipedia-Eintrag lesen ist auch ein bisschen viel verlangt.

3.Durch sein Telefonbuch scrollen um sich an Menschen zu erinnern mit denen man schon eeeeewig mal wieder Kontakt aufnehmen wollte, weil man damals unvergessliches zusammen erlebt hat. (Unvergesslich nur im Normalfall,also wenn man gerade nicht ganz tief in einem Inspirationsloch sitzt).

4.Mit Menschen sprechen.
F√ľr manche scheint das nach einer doch eher radikalen L√∂sung zu klingen, aber ich schw√∂re es funktioniert! Sich mit Wohnbenachteiligten (ist das jetzt endlich politisch korrekt genug?), K√ľnstlern oder Reisenden zu unterhalten, kann einem ein Feuerwerk an Ideen bescheren.
Die light Variante davon sind B√ľcher, Museen, Parks, “Peoplewatching” und nat√ľrlich Musik.

5.Das Problem ignorieren. ( Mein persönliche Favorit)

 

Obwohl ich nicht sicher war, ob ich heute was Zustande bringen w√ľrde, scheint das ja doch irgendwie der Fall zu sein.
Es ist jetzt kein Meisterwerk, aber auch nicht jede von Da Vincis’ Arbeiten war eine “Mona Lisa”.
Ich hoffe meine kleine Liste kann euch vor einem Inspirationsloch retten oder aus einem rausholen.

IMG_5360
Das wars dann jetzt f√ľr heute!
Ihr hört bald von mir!

 

————————————————————————–

Do you also have these days when you think that all your ideas are horrible?
Yeah. Me too.
Only yesterday I was thrilled, thinking that my ideas for the next articles were great.
I was so excited about them, that I wanted to get out of my bed (which I usually never want) and start writing.
Also the day before yesterday and the day before, I was enthusiastic about my plans.
Well, NOT ANYMORE.
Maybe, tomorrow, after I have overcome my inspirational low point I will find my old enthusiasm again.
But not only am I suffering from an inspirational low point, I also have the feeling that I have forgotten all of my memories and experiences I have made.

The longer I try to find a reason for the black hole in my head I am beginning to believe it is the fault of the internet. I don’t even remember why, but for some reason I watched the “Keeping up with the Kardashians”-trailer on YouTube.
Only the trailer. But still, I almost felt how lots of my brain cells were suffering from a slow and painful death.
I am still having this bloody melody in my head, blocking up everything interesting and keeping me from reminding important information.

 

I was so desperate that I started writing an ode to sweatpants…
Do I even have to say it? A total disaster.

So that’s when I decided to write about my lack of ideas and enthusiasm.
Hoping that this will finally lead to better ideas or at least a good introduction for my planned topic. That’s all I’m asking for.¬†
But I accept that the creative part of my brain took a day off.  
I should have done this yesterday, then everything would have worked out as planned. So this is what I get from ignoring the need to write. 
I wouldn’t say I deserve it, but I will deal with it.¬†

Hoping to be able to save you from this horrible situation. 
So I made a short list for you. My top 5 to find inspiration.

1.My firts point is especially for writers, that are looking for new topics they could write about:
https://www.portent.com/tools/title-maker

2.Go and look for your old lexicon. By looking up random words and their descriptions it is easy to find something one can write about.

3.Scroll through your contact list. Remembering people that you wanted to talk to for soooo long, and remembering the good old times, can wash some of your part-time amnesia away.

4.Talking to people.
That might sound a little radical, but I swear it helps!
Talking to homeless people, artists and traveler is like an inspiration boost.
If that is too much for you, then museums, books, “people watching” and music is the softer version of this idea.

5.And finally my personal favorite: Ignoring the problem!

IMG_5360

Though I thought randomly starting to write, won’t lead to anything much. But it seems that I somehow managed to write something that is not totally awful.
I mean I can’t expect that all of my works are outstanding, or good. Not all of Da Vincis’ pieces were like the “Mona Lisa”.
 I hope my small list will help you out of this unbelievable annoying phase of no-inspiration paired with no-enthusiasm.

Well, that’s it for today.
You will hear from me soon!

 

Books on The Road‚Ķ

“The world is a book, and those who do not travel, only read one page”
-Aurelius Augustinus-

Today I have a list for you guys.
My Top 10 books to read when you’re traveling or feeling that sense of ¬†wanderlust.
Personally, I would never go on a trip without taking a book. Never. I’d rather leave without shoes.
I admit, that it happens to me that I take too many books, but I prefer it that way. And also I want real books, I don’t like e-books, it’s just not the same feeling.
But what I take on every of my trips and what I strongly recommend will be the topic of one of my next articles.
So here we go now:

 

1.The Unlikely Pilgrimage of Harold Fry -by Rachel Joyce

2. Das Reisetagebuch eines Philosophen (The Travel Diary of A Philosopher)-by Graf Hermann Keyserling

3.Alice in Wonderland-by Lewis Carroll

4. In 80 days around the world-by Jules Vernes

5.Eat,Pray,Love- by Elizabeth Gilbert

6.Tschick- by Wolfgang Herrndorf

7.Stoppt die Welt, ich will aussteigen! -by Martin Krengel

8.Couch-Surfing in Iran-by Stephan Orth

9.Die beste Entscheidung unsere Lebens: Wie wir einfach loszogen und um die halbe Welt          reisten-by Philipp Dusch und Friederike Achilles

10.Gebrauchsanweisung f√ľr die Welt- by Andreas Altmann

Some of these books aren’t available in English yet.
But I am sure they will be translated, as every traveller would appreciate to have them in their backpack.

 

IMG_7374

 

————————————————————————–

“Die Welt ist ein Buch. Wer nicht reist, der liest nur eine Seite davon.”
-Aurelius Augustinus-

 

Hallo ihr Lieben!
Wie ihr sicherlich schon Oben gesehen habt, gibt es heute eine B√ľcherliste f√ľr euch.
Meine Top 10 B√ľcher f√ľrs Reisen oder wenn einen das Fernweh packt.
Ich pers√∂nlich w√ľrde niemals ohne ein Buch verreisen. Niemals. Dann lieber ohne Schuhe. Aber was ich auf jede Reise mitnehme und auch weiterempfehle werdet ihr in einem der n√§chsten Artikel erfahren.

Und dann geht’s jetzt auch schon los:

1.Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry -von Rachel Joyce

2. Das Reisetagebuch eines Philosophen -von Graf Hermann Keyserling

3.Alice im Wunderland-von Lewis Carroll

4.In 80 Tagen um die Welt -von Jules Vernes

5.Eat,Pray,Love- von Elizabeth Gilbert

6.Tschick- von Wolfgang Herrndorf

7.Stoppt die Welt, ich will aussteigen! -von Martin Krengel

8.Couchsurfing im Iran -von Stephan Orth

9.Die beste Entscheidung unsere Lebens: Wie wir einfach loszogen und um die halbe Welt reisten-von Philipp Dusch und Friederike Achilles

10.Gebrauchsanweisung f√ľr die Welt- von Andreas Altmann

Tamy talks to…Alejandro

 

“One good thing about music, when it hits you, you feel no pain.”

-Bob Marley-

 

Hey there!
I have decided that my blog should be available in both, German and English, so right now I am still working on the translation of my first articles.

Today I want to tell the story of Alejandro.
I met him in Havanna.
Or actually it wasn’t meeting someone, like you meet people in Europe. He just appeared from somewhere.
David, Pablo and I were strolling around the streets looking for something to do. We had just finished Dinner and didn’t have any plans for the evening yet.
As always in the streets of Havanna we met some Amigos.
I don’t really know how it always comes down to this, but we ended up being quite a big group, singing together -Cuba.

Someone with a guitar joined us and soon we also had some rappers and salsa dancers.
Then I saw someone walking towards to our group. He wore a shirt with a jamaican flag and had dread locks.
He actually caught my attention, because he had a funny way to move.
The man walked like Jack Sparrow (Johnny Depp as a pirate). Also the way he looked at us, was so much like Jack Sparrow, that I couldn’t believe it. His facial expressions were so strong that I first thought he made fun of himself.
It turned out he didn’t.
He just moved different than all the other Cubans that I’ve seen.
Then he started to sing. But he didn’t join the song that we sang at that moment, he started to sing “Get Up, Stand Up”.

And honestly I have never heard a better Bob Marley imitation.
To me it sounded even better than Marley himself.
Maybe it was the warm Cuban night and all of us together making music that made it so special.
At some point he grabbed the shirt he had around his hip and explained proudly that this was the uniform he had to wear for work.
Alejandro works for some company that provides Cuba with electricity, and he believes that he has been given a great power being able to provide the people with light.
He passed his shirt around and everyone had to touch the old grey material.
I have never seen a person that was so happy about the own job.
When he talked about it, it sounded like he was having the perfect job.
That he didn’t get paid very well (which he admitted), didn’t really bother him.
I don’t know if that was because he drank already a whole lot of “El material ” (Rum, that is in small cans, called “planchidos” and stronger than Tequila) or if he was just a happy soul.
I like to believe that he is happy.

  

The whole time he kept on explaining how much he admired Bob Marley and proud he was that the T-Shirt he was wearing showed the Jamaican flag.
Then he told us about his biggest dream.

Alejandro, 40 years old, dreams about writing Bob Marleys mother an email.

He wanted to thank her for raising a man such as Bob Marley and he wanted to wish her all the best and tell her that he was praying for her. That she had given the world so much no one could even come close. He wanted to explain her how much his music and his talent had saved his life and made it so much better.
He had already planned the last sentence: God bless you.
That was the cutest thing that I have ever heard.
And suddenly I felt a bit weird. I think it was shame. I was ashamed of being so ignorant and wanting too much, instead of being very thankful for the small things.

When we dream, we dream very big.
We dream of being the best at something, of earning good money and maybe also the perfect family life. We dream of spending a luxurious holiday in a 5-star- resort in Hawaii, but for none of us an email is a dream.

Surprisingly I never saw Alejandro again.
Which I thought was impossible in Havana.
But I will never forget him and I hope I can manage to dream more the way he does.
I know for him the email is a big deal, as he doesn’t have anything like a laptop- but still I think it’s dreaming in small steps and we could all learn from that sort of thinking.
Being happier would be easier, I believe.
Moreover his dream isn’t about him becoming anything more, but thanking someone else. Giving someone else a good feeling, making someone smile.
The sparkle in his eyes when he thought about his dream really touched my heart, and not only me but also my european friends still think about him a lot. Not because of his outstanding way of moving and acting, or his talent. But because of his way of thinking.

That was it for today.
I will translate this article into German very soon.
You will hear from me!

 

Schlechte Kost

Sooo, jetzt bin ich schon fast am Ende meines ersten kleinen Projekts angelangt und ich muss sagen es macht wirklich Spaß.

Heute geht es um das unheimlich appetitliche Thema: Schlechte Kost!
Und mit schlechter Kost meine ich jetzt nicht zu weich gekochte Nudeln oder versalzene Suppen.
Nein. Ich meine wirklich wirklich schlechtes Essen.
Die Art von schlechtem Essen an die man sich noch Jahre sp√§ter schmerzhaft zur√ľckerinnert und sich jedes mal wieder der Magen umdreht, weil man nicht mal den Geruch aus der Nase bekommt.

Als aller erstes solltet ihr wissen, dass ich gerne esse. Ich liebe essen, ich esse so gut wie alles und bin experimentierfreudig.
Ich könnte eine Ode an das Essen schreiben.
Gerade jetzt, wo ich an die ganzen K√∂stlichkeiten denke die die Welt so zu bieten hat, bekomme ich schon wieder Hunger…

Aber leider leider soll es heute nicht um frische Steaks gehen. Auch nicht um knackigen Salat oder geschmolzene Schokolade.
Heute geht es um Essen bei dem man sich hinterher √ľberlegt ob man je wieder etwas in dieser Art anfassen kann.

Ich habe daf√ľr drei Dinge rausgesucht.
1. das Chicken-Trauma

2. Pilaw

3.Hamburger kubanischer Art

Das klingt alles nicht so schlimm. Aber glaubt mir,es war schlimm.

Der Chicken-Albtraum ist mir damals in Sri Lanka wiederfahren.
Ich war nie ein besonders gro√üer H√ľhnchenfleischfan. Aber es hat mich auch nicht gest√∂rt wenn es H√ľhnchen gab. H√ľhnchen kann ja sehr lecker sein. Nur wenn ich die Wahl gehabt h√§tte zwischen H√ľhnchen und etwas Anderem, w√§re meine Wahl wohl meistens auf das Andere gefallen.
Als ich nach Sri Lanka kam, merkte ich schon fr√ľh, dass das am h√§ufigsten vertretene Fleisch H√ľhnchen war.
H√ľhnchen-Curry, H√ľhnchen-Snacks und es wurden sogar H√ľhnchen-Doughnuts angeboten.
Am Anfang macht man das alles noch gerne mit ( bis auf die Doughnuts!!!) und genie√üt die K√ľche. Aber nach einer Weile wird man des H√§hnchens m√ľde und wenn dann als √úberraschung Kentucky Fried Chicken nach Hause gebracht wird, hat man M√ľhe sein L√§cheln √ľberzeugend r√ľberzubringen.
Long story short: Mein K√∂rper wurde in dreieinhalb Wochen bis zum Rand mit wabbeligem H√§hnchenfleisch abgef√ľllt. So schlimm, dass ich Zuhause sogar das Knusperh√ľhnchen verschm√§hte und H√ľhnchen im Allgemeinen aus dem Weg ging wo auch immer es mir m√∂glich war.

Manchmal gibt es Situationen in denen ich mal wieder H√ľhnchenfleisch essen muss, und dann nehme ich dieses Taube-farbene Fleisch eben zu mir. Aber eigentlich ist H√ľhnchen bei mir das Reisefleisch. In den meisten L√§ndern wird √ľberall H√ľhnchen angeboten und wenn es nur im Urlaub ist, dann kann ich das noch ertragen, aber ansonsten soll man mir bitte mit dem Zeug vom Leib bleiben.

 

Nun zum Pilaw!
Pilaw ist ein usbekisches Gericht mit viel Potenzial. Leider völlig unausgeschöpftem Potenzial.
Pilaw ist im Grunde nichts anderes als ein Berg Reis mit Soße und Fleisch.
Das usbekische Nationalgericht. Jetzt fragt ihr euch vielleicht was man da schon groß falsch machen kann.
Traurigerweise alles.
Halb ungekochter Reis ist ein ertr√§glicher Anfang. Auch das mit der merkw√ľrdigen So√üe kann man noch irgendwie ignorieren. ( Unauff√§llig die mit So√üe √ľbergossenen Teile auf verschiedene Teile des Tellers schieben und nur den Kern essen). Aber der undefinierbare Haufen Etwas das die Kr√∂nung des Ganzen darstellt, kann man kaum ignorieren.
Egal wie oft ich oder meine Mitreisenden versuchten herauszufinden was f√ľr eine Fleischsorte das denn genau darstellen sollten, es ist bis heute ein ungel√∂stes R√§tsel.
Vielleicht ein fall f√ľr Gallileo Mystery?

Von Hoden bis Hund trauten wir diesem merkw√ľrdigen Haufen alles zu. Zumindest aber, konnten uns unsere Gastgeber zweifellos versichern, dass es sich um Fleisch handelte.

Die Konsistenz war meist gummiartig und alles hatte eine beige-√§hnliche Farbe. Manchmal fand man kleine Kn√∂chelchen oder biss auf ein unerwartet weiches St√ľck.
Dann kam ein v√∂llig neues Level an schrecklichem Geschmack und man wusste nicht so ganz ob man ausspucken oder runterschlucken sollte. Wobei bei der Kl√§rung dieser Frage auch gekl√§rt werden musste, ob man √ľberhaupt f√§hig war, das einfach zu schlucken.

Wenn das Pilaw ohne So√üe gereicht wird, ist es ziemlich trocken, wenn mit dann nicht, aber daf√ľr wird ein Detail mehr hinzugef√ľgt, das man besser weggelassen h√§tte.
Ich will eigentlich gar nicht mehr sagen.
Bildet euch eure eigene Meinung oder wenn ihr schlau seid, dann verzichtet ihr darauf und vertraut mir einfach.
Pilaw ist definitiv kein Muss!! ( aber ansonsten kann ich die usbekische K√ľche aber schon empfehlen( ist halt sehr Fleischlastig)).

 

Und nun zum absoluten Albtraum eines jeden Gaumens.

FASTFOOD IN CUBA!

R√ľhrt es nicht an. Riecht nicht mal dran. Oder am besten ist, ihr schaut es euch gar nicht erst an.

Es fing alles auf dem Hinflug nach Kuba an.
Irgendwann kurz vor der Ankunft wurde als letzet Snack eine kleine Minipizzabox gereicht. Was ich an sich immer noch f√ľr eine gute Idee halte.
Aber nach dem ersten Bissen war ich schon fertig. Es handelte sich nicht um Pizza, sondern um weich-wässrigen Teig mit ungekochtem Belag und ein bisschen käseartigem Etwas oben drauf.
Ich schob es auf die Tatsache, dass es sich um Flugzeugessen handelte.
Aber leider leider lag es nicht daran.
Auch später auf der Insel stellte sich Pizza als ein Fehler heraus. Das hat einfach nichts gemein, mit der Pizza wie wir sie kennen.
Aber so ignorant wie das auch klingen mag: Es ist nichts was man kennenlernen muss!
Die Pizza war aber gar nicht das Problem. Die habe ich halt ein paar mal probiert und notgedrungen gegessen. Obwohl es sich zwar so angef√ľhlt hat, als w√ľrde ich nicht v√∂llig gesund aus der Sache herauskommen, habe ich es unbeschadet √ľberstanden.

Was selbst mein trainierter und nicht wirklich sensibler Magen nicht vertragen hat, waren die Hamburger.
David, Pablo, Mileidi und ich haben uns in einer Nacht nach ein paar Salsas auf die Suche nach Essen gemacht. ( Meistens wird eh nur Rum verkauft).
Jedenfalls waren wir aber irgendwann erfolgreich und standen vor einem der typisch kubanischen kleinen Kiosks, die eigentlich mehr ein Hauseingang als ein Laden sind.
Wir versuchten ein paar der Dinge vom Men√ľ zu bestellen, aber die gingen alle eben einfach nicht mehr. ( Es war sowieso mehr als die H√§lfte des Men√ľs durchgestrichen).
Also nahmen wir dann Hamburger.Eigentlich hatte ich nicht mal Hunger, aber ich esse nun mal einfach gerne und dachte ein kleiner Snack könnte nicht schaden.
Fehler. GROSSER FEHLER.

Schon w√§hrend ich den Burger a√ü, Kam mir ein paar mal der W√ľrgereiz und mein Magen rebellierte. Ich wollte mich allerdings nicht so anstellen und als nordeurop√§isches M√§dchen hat man ganz schnell den Ruf einer w√§hlerischen Tussi weg.
Also a√ü ich tapfer. Es handelte sich um irgendein fast komplett rohes Fleischgemisch, irgendein wahrscheinlich ungewaschenes Gem√ľse und fast ungebackenen Brotteig.
Mein Magen drehte sich und drehte sich und drehte sich. So oft, dass mir fast schwindelig wurde. Ich schob es auf das Tanzen und das Mittagessen.

Doch schon Zuhause wusste ich, der Burger w√ľrde noch viel √Ąrger bedeuten.
Mein Magen wehrte sich auf alle möglichen Art und Weisen die ihm einfielen und mir ging es wirklich wirklich schlecht am nächsten Tag.
Ich schleppte mich von Vedado, wo ich wohnte, in die Innenstadt da ich dort eine Verabredung hatte und schaffte es nur zu Pablos und Davids Wohnung. Ich hatte sowieso noch Pablos Pulli, da er mir diesen immer auslieh, und wollte die Chance nutzen mich kurz aufs Sofa zu legen ehe ich meine Freunde traf.
Pablo sah elendig aus.
Mit Augenringen bis zum Kinn und Schwei√ü auf der Stirn √∂ffnete er die T√ľr.
Anscheinend sah man mir schon an, dass ich in einem furchtbaren Zustand war und er deutete auf das Sofa und meinte nur “Ich hab heute auch keine Pl√§ne mehr und unsere Klosp√ľlung funktioniert momentan”.
Wir legten uns also aufs Sofa und suhlten uns in unserem Elend. Beiden war noch nicht klar, dass alles von dem Hamburger kam.
Doch als schließlich David und Mileidi rein kamen und sich sofort in einer Ecke zusammenkauerten wurde es uns klar.

Der Hamburger war Schuld an all dem Elend.
Wir dachten wir w√ľrden sterben. Irgendwo zwischen Toilette und Dehydriert einfach zusammenbrechen.
Wir schickten schließlich einen Bekannten los um uns etwas zu Trinken zu besorgen doch er fand nur Saft und das machte es nicht besser.
Uns unsere Schl√§fen massierend warteten wir also auf Besserung. Irgendwann funktionierte auch die Wasserleitung mal wieder nicht mehr und wir dachten √ľber unser Testament nach ( da uns alles lieber gewesen w√§re, als kubanische Krankenh√§user).

Zwei Tage und viele Tabletten aus meiner Reiseapotheke später, aßen wir dann schließlich trockenes Brot und Salat.

K√∂rperlich habe ich diese Erfahrung vielleicht √ľberstanden, aber eine Blockade wenn es um Hamburger geht habe ich trotzdem mitgenommen. Und meinen lieben Freunden geht es nicht anders. Wir haben von dem Tag an, lieber auf Essen verzichtet, als wieder kubanisches Fastfood zu kaufen.

 

 

Das wars mal wider f√ľr heute.
Das n√§chste Mal fange ich vielleicht mit einem Projekt an, dass ich “Tamy talks to‚Ķ”nennen werde und in dem ich die Geschichten von Leuten erz√§hlen werde, die mich inspirieren.

Vorher werde ich noch versuchen, alle meine bisherigen Artikel aufs Englische zu √ľbersetzen. Also seid bitte nachsichtig, wenn es bis zum n√§chsten Mal etwas l√§nger dauert.
Bis bald!!

 

Böses Wetter.

Böses Wetter. Was soll man dazu noch sagen?
Das hat uns vermutlich alle schon einmal im Urlaub getroffen und ihr habt ja auch schon eine meiner Schlechtwettergeschichten gelesen.
Also habe ich mir √ľberlegt, einfach eine Liste zu erstellen von Dingen, die man bei schlechtem Wetter tun kann.

Habe ich √ľberlegt, angefangen und verworfen.

W√§re ja genauso wie all’ die anderen Schlechtwetterlisten.
Spiele, B√ľcher, Indoor-Aktivit√§ten, etc.
Es gibt bereits zahlreiche dieser Listen und Tipps.
Wenn ihr so eine Liste wollt, erstelle ich gerne eine.
Aber ich fand meine Vorschläge jetzt nicht unbedingt kreativ und mein googeln bestätigte mir, dass alle diese Listen im Grunde dasselbe beinhalten und vorschlagen.

Schlechtes Wetter ist nervig, aber hat den unglaublichen Vorteil, dass man fast √ľberall v√∂llig alleine ist. Es gibt keine bessere Zeit f√ľr viel besuchte Sehensw√ľrdigkeiten oder um beispielsweise √ľber den Times Square zu schlendern.

Zu vermeiden sind Shopping-Malls und vielleicht auch die großen Museen o.ä.
Eigentlich ist es aber auch sch√∂n, einfach mal im Hotel oder so zu bleiben,sich ein bisschen auszuruhen und Kraft f√ľr den n√§chsten Tag zu sammeln. Au√üerdem kann man die gesammelten Eindr√ľcke sacken lassen und hat Zeit sich um sich zu k√ľmmern oder um das Buch zur Hand zu nehmen und einfach im Bett zu bleiben.

Die Hauptsache ist aber, dass man sich nicht von der nervösen Unruhe einholen lässt, weil man ständig daran denken muss wie viel Zeit man verliert oder wie es den Plan durcheinander bringt.
Und vielleicht kann man sein Leid ja mit anderen Touristen teilen und man kn√ľpft beim Warten auf besseres Wetter neue Freundschaften.
Am besten man lässt sich einfach nicht aus der Ruhe bringen.

Es regnet √ľberall und es st√ľrmt √ľberall. Und nein man hat nicht den Schlechtwettermagneten aus Zuhause mitgebracht oder ein Monopol aufs Unzufriedensein.

Wenn man sich drauf einlässt ist der Tag noch lange nicht verloren!
Es ist nicht unbedingt was schlechtes. Und wie heißt es noch gleich so schön?

“Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung!”

Schwierigkeiten

Hallöchen!

Von Schwierigkeiten habe ich ja im Grunde schon in meinem letzen Artikel erzählt.
Also gehe ich dieses mal einen Schritt zur√ľck und erz√§hle von Schwierigkeiten vor der eigentlichen Reise.

Das ganze fängt ja schon mit dem Ziel an. Wohin soll es denn gehen?
Worauf habe ich Lust? Entspannung, Abenteuer? Und wo kann man in unseren Zeiten √ľberhaupt noch halbwegs sicher hinreisen?

Wenn man das dann aber mit sich selber oder seinen lieben Mitreisenden zur Gen√ľge diskutiert hat und endlich Entscheidungen gefallen sind, steht man schon vor dem n√§chsten Problem.
Buche ich jetzt selber oder gehe ich doch lieber ins Reiseb√ľro? Und welcher dieser Flugvergleichseiten ist eigentlich die beste?
Man kämpft sich durch einen Berg von Angeboten und versucht ein passendes zu finden. Hat man es dann gefunden und kann endlich buchen, ärgert man sich schon wieder.
Diese Dreistigkeit das Gepäck nicht in den Preis mit einzuberechnen! Und was sollen diese lächerlichen 23kg???
Und √ľberhaupt was ist das f√ľr ein ¬†Witz mit der “premium-economy”-class?
Wie man 10 Stunden Flug auf dem Mittelplatz am hinteren Ende des Flugzeugs, direkt neben den Toiletten √ľberstehen soll wei√ü man auch noch nicht.
Was ist wenn man umgeben ist von rotzenden, schreienden Kleinkindern, die man vielleicht 2 Stunden lang s√ľ√ü findet, aber wenn man ehrlich ist nach 10 Stunden Dauerbeschallung gerne mal auf lautlos stellen w√ľrde?

So weit sind wir ja aber noch gar nicht.
Erst mal muss der Papierkram erledigt werden.
Also Visum vorbereiten, Auslandsreisekrankenversicherung (√ľbrigens ein super Wort f√ľr “Hangman”), einen neuen Reisepass beantragen, ¬†und und und‚Ķ
Wenn man dann Zuhause sein Visum beantragt und auch endlich die letzte paranoide Frage beantwortet hat (Nein ich bin nicht zuf√§llig Mitglied einer Terrororganisation und war auch nicht ganz zuf√§llig am Holocaust beteiligt) , hat man das Gef√ľhl schon fast geschafft zu haben.

Hahaha.
Die Koffer sind noch lange nicht gepackt!
Welche Gr√∂√üe ist √ľberhaupt angemessen? Und wo war der Koffer gleich nochmal verstaut?
Die Wettervorhersage sagt zwar Regen voraus, aber wenn dann doch die Sonne scheint?
Also packt man von Wintermantel bis knappem Bikini (oder die Herren unter uns Badeshorts) alles ein. Man will ja vorbereitet sein. Man nimmt auch eine breit gefächerte Auswahl an Schuhen mit, von praktisch bis stylisch muss alles dabei sein.
F√ľr uns Frauen m√ľssen noch die richtigen Accessoires und Handtaschen ausgew√§hlt werden und schlie√ülich kommt man dann zum Necessaire.
Man stopft die letzten freien Ecken mit den Medikamenten voll die man,  wie im Vollrausch, in der Apotheke im absoluten Überfluss gekauft hat.
Verb√§nde, Desinfektionst√ľcher, Wundsalbe, Mittelohrentz√ľndungsmittel, Antikopfschmerztabletten, Schmerztabletten, akute Durchfalltabletten, Fiebersenkungsmittel, Pflaster, Hustenbonbons, Wick Vapo Rub. Dazu legt man Notfallk√§rtchen auf s√§mtlichen Sprachen auf denen man seine gesamte Krankenakte dokumentiert hat‚Ķes kann auf jeden Fall nichts passieren.
( An dieser Stelle muss ich mich bei meiner Mutter entschuldigen, die all dies in meinen Koffer f√ľr Uzbekistan packte und ich es nur v√∂llig entnervt zulie√ü um einer weiteren Diskussion aus dem Weg zu gehen.
Wie sich herausstellte, lag sie völlig richtig mit allem und die ganze Gruppe profitierte von ihrer weisen Voraussicht!)
Dann, wenn man endlich zufrieden den Deckel auf den Koffer klappen lässt, kommt meist irgendein Held vorbei, der einen daran erinnert, dass man die Unterwäsche oder die Pyjamas vergessen hat.
Und schließlich fragt, ob man denn völlig bekloppt sei, so viel einzupacken.
Man wisse ja schon, dass es eine begrenzte Kiloanzahl gibt oder?
An alle die diese Frage einem packenden Menschen stellen:

JA DAS WEISS MAN!

Dann bricht meistens eine lautstarke Diskussion los und obwohl man vielleicht innerlich teilweise einsieht, dass der andere Recht hat, man gibt es nicht zu.
Man hat so viel Arbeit in das gewissenhafte Packen dieses Koffers gesteckt und vom Inhalt des Koffers hängen die nächsten paar Wochen ab.Also nein, das dunkelblaue Shirt, das man vorher noch nie getragen hat und das einem nicht wirklich steht, muss auf jeden Fall mit!
Ungefähr genauso läuft es mit dem Handgepäck ab.

Irgendwann gibt es nur noch eine H√ľrde zu nehmen.
Es in den Flieger schaffen.
Der Weg zum Flughafen ( gibt es Stau ? und wie viel fr√ľher muss ich da sein?) , das Check-In und die Diskussion ob denn das halbe Kilo zu viel echt sooo einen gro√üen Unterschied macht. Dann das √Ėffnen des Koffers um sich mit s√§mtlichen Schals, Pullis und Jacken zu beh√§ngen, die man Greifen kann. Bis man es schlie√ülich auf genau 23kg schafft.
Eine erste leichte Entspannungsphase setzt ein.
Nur noch der Security-Check und dann sitzt man praktisch schon im Flieger.

Wenn man auch das √ľberstanden hat, gestresst alles zur√ľck in die Tasche quetscht und sich ¬†wieder anzieht, dann kann es endlich losgehen.
Man schultert sein Gepäck und zieht los Richtung Gate. Man ist vielleicht geschwitzt, die Schulter schmerzt von der zu schweren Tasche, man muss ständig Leuten ausweichen und läuft versehentlich in die falsche Richtung aber eigentlich ist alles gut.
V√∂llige Entspannung und ein Gef√ľhl der Erleichterung √ľberkommt einen, denn das schlimmste hat man ja √ľberstanden‚Ķ
Und selbst wenn man zu viel oder zu wenig dabei hat. Oder wenn man etwas vergessen hat. Jetzt ist es sowieso zu spät. Alea iacta est.

 

Jaja. Eine Reise die ist lustig, eine Reise die ist schön. Aber einfach ist dann doch was anderes.

Und das wars dann wieder.
Bis bald! Ich freue mich √ľber Kommentare und wenn ihr Verbesserungsvorschl√§ge habt, w√ľrde ich die auch gerne h√∂ren!:)
Gerne könnt ihr auch von  euren persönlichen pre-reisestress Erfahrungen berichten!

Bis demnächst!