Niyama Yoga-Weisheiten To Go Part 2

Soo, jetzt ist es Zeit für Part2 meiner kleinen Niyama-Reihe.
Die zweite Verhaltensempfehlung die im Niyama beschrieben wird, nennt sich “Samtosa”.
Samtosa beschreibt “Zufriedenheit, Gelassenheit, Dankbarkeit, Freude, Akzeptanz von Veränderung”.

“Wenn du einfach lebst, genügsam,heiter und gelassen bist, wirst du Zufriedenheit erlangen. Also rede und handle nach deinen Begabungen, schöpfe sie für dich und zum Wohle anderer aus und lebe zufrieden.”

Ich sitze nun schon seit längerem an diesem Artikel und es fällt mir immer schwerer Samtosa in Worte zu fassen.

Klingt einfach. Eigentlich.
Zumindest denkt man das zunächst. Vielleicht ist es aber gar nicht so einfach.
Denn der Mensch tendiert zum Egoismus, und zum Mehrwollen.
Zumindest tut er das oft in unseren Kulturkreisen.
Natürlich hat Ehrgeiz auch seine Vorteile. Allerdings wäre ich lieber glücklich, als gestresste Millionärin.
Die Lektion, dass Glücklich -sein fast eine Art Entscheidung ist, muss erst gelernt werden.

progress-not-perfection

 

Es gibt sehr sehr viele Menschen die deutlich weniger haben als ich.
Genau genommen, ist es wahrscheinlich sogar der Großteil der Menschen.
Natürlich gibt es auch viele die deutlich mehr haben als ich, aber genau das ist der falsche Ansatz.
Denn es gibt immer Bessere, Schönere, Reichere.
Ehrgeiz ist nicht falsch, Undankbarkeit ist allerdings mehr als unangebracht.
Oft konnte ich mich dem Eindruck nicht entziehen, dass jene Menschen die weniger hatten, glücklicher waren. Ich habe Armut gesehen und ich habe gesehen in was für schwierigen politischen oder wirtschaftlichen Situationen manche Menschen leben müssen.
Allerdings sind diese Leute nicht den ganzen Tag unglücklich oder unzufrieden. Ich denke, sie haben einfach früher (und aufgrund der anderen Verhältnisse) gelernt, von Innen heraus glücklich zu sein. Das zu Schätzen was das Leben einem alles gibt und besonders überhaupt erst sehen zu können wie viel das im Grunde ist.
Ob sie einfach nur besser wissen wie man glücklich ist?
Ich weiß es nicht. Vielleicht.
Zumindest aber, sind sie anders glücklich als wir hier.
Das soll nicht heißen, dass sie gefeit sind, gegen jegliche  Art von negativen Gefühlen. Überall gibt es Tragödien und Leid, leichtere und härtere Zeiten.

better living.jpg

Der erste Schritt ist für mich die Akzeptanz. Die Akzeptanz von einigen Situationen, von Veränderungen, von dem was war und dem was wohl kommen wird.
Dann vermutlich die Gelassenheit. Wenn man Situationen ernst nimmt aber nicht zu ernst, erspart man sich selbst viel Stress und Unzufriedenheit.
Die meisten Dinge über die wir uns jetzt aufregen sind in einem Jahr doch schon wieder vergessen. Oder wir lachen sogar darüber (was ja bekanntlich die beste Medizin ist).
Diese Gelassenheit kann man sich in kleinen Dingen ( wie z.B. einer unfreundlichen Kassiererin) sehr leicht angewöhnen. Wenn es aber um die großen Dinge geht, dann vergisst man schonmal wie gelassen man sein wollte.
Ich persönlich habe viel meiner Gelassenheit auf Reisen gelernt und begegne kritischen Situationen meist mit ein wenig Humor. Das macht es leichter.
Aber natürlich geht das nicht immer. Zumindest aber, habe ich viel von dem unnötigen Stress mittlerweile aus meinem Leben verabschiedet.

luftballon.jpg
Und nachdem man eben das erreicht hat, fallen einem die anderen Schritte vielleicht ein wenig leichter.
Jeden Tag wird man ein bisschen zufriedener.
Arbeitet aktiv an dem, was einem im eigenen Leben nicht gefällt oder passt um eben dieses Samtosa zu erreichen und man denkt immer auch einen Schritt weiter und an seinen Nächsten.
Man vergisst nicht mehr so schnell, wie dankbar man eigentlich ist.
Und irgendwann, da machen einen auch die ganz kleinen Dinge glücklich.
Achtsamkeit ist wohl auch hier das Wort der Stunde.
Wenn man seine Welt achtsam und mit Güte betrachtet wird es zunehmend leichter auch sich selbst mit dieser Achtsamkeit und Güte zu behandeln und irgendwann merkt man, dass man mit sich und der Welt im Reinen ist. Und schon tritt die Freude ein.
Schwupp-di-wupp, da ist man irgendwie glücklich.

butterblume

Das Schönste daran? (Natürlich abgesehen davon, dass man glücklich ist.) Andere profitieren davon. Ich kann meine Energie darauf verwenden anderen zu helfen, ich kann Teilen was ich habe und bekomme.
Glück vervielfältigt sich bekanntlich gerne.

sunshine-of-my-life

Was denkt ihr denn zu Samtosa? Habt ihr selber ähnliche Erfahrungen gemacht (muss auch nicht unter dem Leitgedanken “Yoga” gewesen sein)?

Nächstes mal geht es dann um “Tapas”!
Ich freu mich über Rückmeldungen und wünsche euch einen wunderschönen Abend!

Namasté:)

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