Niyama- Yoga-Weisheiten To Go

Im Rahmen meiner Ausbildung zur Yoga-Lehrerin musste ich mich zwangsweise natürlich auch mit Yoga-Philosophie auseinandersetzen ( die dem Buddhismus sehr ähnelt).
So stieß ich auf “Niyama“.
Beim Niyama handelt es sich um Verhaltensempfehlungen im Umgang mit sich selbst.
Mir fiel auf, dass ich viele diese Niyamas durch Erfahrungen auf meinen Reisen gelernt hatte und so auch nach und nach in meinem Alltag integriert habe.
Deswegen dachte ich, ich mache daraus ein kleine Reihe in der ich immer berichte wo mir verschiedene Punkte des Niyama begegnet sind, mir geholfen haben oder andere Menschen weitergebracht haben.

Heute wäre dann die “Sauca” dran.
Sauca beschreibt die Sauberkeit. Sowohl die körperliche, als auch die geistige.
Laut den Schriften zu erreichen durch gesunde Ernährung und Atmung.
Fangen wir mal mit der körperlichen Sauberkeit an:
Ungefähr seit Uzbekistan bin ich besessen davon, auf den absoluten Albtraums eines jeden Hygiene-Fanatikers vorbereitet zu sein.
Wenn man mal vergammelte Eier mit “Frisch”-Milch von vor drei Tagen ( die bei 40 °C nicht im Kühlschrank stand) gefrühstückt hat, weiß man, dass das Leben nicht einfach ist. Der Versuch in der Wüste zu duschen ging auch reichlich fehl, es ist schwierig sich zu duschen wenn das Wasser nur tröpfelt und die eine Strähne Haar schon wieder trocken ist, ehe die nächste nass werden konnte.
Das soll nicht heißen, dass Uzbeken nicht sauber wären, denn das sind sie nämlich durchaus. Und sie vertragen ihr Essen auch sehr gut. Es soll nur heißen, dass sie an manchen Stellen eben einfach nicht die Mittel haben die wir haben. Und wir Europäer sind da eben gerne auch mal empfindlicher, weil eben verwöhnt.

Aber nun auch die geistige Reinheit.
Wie in ich in einem Artikel vor ein paar Tagen bereits berichtet, denke ich nicht nur Gutes. Zu meinem eigenen Leidwesen natürlich, denn wäre es anders, wäre ich vermutlich glücklicher. Aber wie an allem, kann man auch daran arbeiten.
Wenn ich Vorurteile habe, versuche ich das zu ändern. Ich versuche offen zu sein. Das Positive zu sehen und mit guten Gedanken in den Tag zu gehen.
Ich will, selbst wenn es nur im Kopf ist, keine Menschen beleidigen die mir schrecklich auf den Keks gehen und ich möchte nicht mehr ungeduldig in Rage geraten wenn etwas nicht gleich so klappt wie es soll.
Generell an meiner Ungeduld und an meiner Einstellung manchen Dingen gegenüber muss ich arbeiten. Lernen kann ich dabei eigentlich von allen. Und ich denke Offen sein und Zuhören ist hier auch wieder der Schlüssel.
Vom Yoga-Standpunkt aus, kann man da viel in der Meditation lernen. Aber auch im Alltag als Nicht-Yogi kann man sich ab und an selber ermahnen.

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