Eine Flip-Flop Tragödie

Das Leben ist nicht leicht. Ganz im Gegenteil manchmal wird man sogar ganz schön von ihm gebeutelt. Wahre Schicksalsschläge treffen einen unerwartet.
Das war heute (erneut) der Fall.
Flip Flops und ich haben nicht das beste Verhältnis.
Was jetzt möglicherweise den ein oder anderen Wundern mag, denn immerhin handelt es sich um Schuhe und zudem auch noch ein paar Schuhe die im Sommer äußerst praktisch und manchmal sogar bequem sind.
Ich bin kein großer Fan von Flip Flops.
Genau genommen war es für Flip Flops und mich nie leicht.
Ich finde die meisten nicht nur unbequem und eher weniger schön, ich finde auch, dass jeder einen unglaublich komischen (im Sinne von witzig) Gang darin hat. Und wenn ich in Flip Flops herumlaufe, oder eher gesagt: watschele, bin ich mir dessen deutlich bewusst.
Allerdings kann ich nicht leugnen, dass sie äußerst praktisch sind und im Sommer kann ich dann eben auch nicht widerstehen. Also, versuche ich es jeden Sommer erneut.
Nicht immer erfolgreich…
Unter anderem hatte ich schon Anfang des Jahres große Probleme mit selbigem Schuhwerk (3 Paare zerstörte ich in Kuba).

Heute ist aber etwas anderes geschehen:

Mir ist doch tatsächlich und tragischerweise mein Flipflop abhanden gekommen.
Er ist nicht einfach von mir als zu alt oder hässlich abgelegt worden, sondern er ist, sozusagen, mitten im Job abgesprungen.
Ich flanierte so am Mainufer in Frankfurt entlang (Museumsuferfest) und so langsam aber sicher bekamen meine Schwester und ich Hunger.
Wir kauften also etwas zu Essen an einem portugiesischem Stand und wollten es uns am Main bequem machen. Ich saß bereits, da fiel mir ein, dass es eine gute Idee wäre meine Flip Flops auszuziehen um eventuelle Unfälle zu vermeiden.
Man weiß ja:Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!
Zufrieden mit mir, daran gedacht zu haben, begann ich also meine Schuhe auszuziehen. Und da war es auch schon passiert. Mit einem (doch recht schrillen) Aufschrei kommentierte ich den Verlust meines linken Schuhs. Ganz ruhig lag mein Flip Flop vor mir im Wasser und trieb so vor sich hin.


 Eines der bequemsten und hübschesten Flip Flops die ich je hatte und zudem noch eigentlich Eigentum meiner Mutter. Na super.
Immerhin zauberte ich einer ganzen Reihe Menschen ein Lachen ins Gesicht. Wer ist nicht gerne Gegenstand der allgemeinen Belustigung?
Nun ja, ich trauerte dann doch fast ganze zwei Minuten um meinen verlorenen Schuh.
Ja es hat wohl nicht sollen sein zwischen ihm und mir…
Nach dem Essen humpelte ( oder eher hüpfte, wegen des heißen Bodens) ich also mit einem Schuh weniger durch die Gegend. Auf der Suche nach neuen Schuhen. Und ja doch, ich denke das war einer der wenigen Momente wo ich eigentlich wirklich absolut keine Lust hatte mir neue Schuhe zu kaufen.
Allerdings blieb mir ja nichts anderes übrig. Das einzige was sich aber fand waren eine Mischung aus Jesus-Latschen und Flip Flops. Eine wahre Freude. Nun hatte ich aber erwartet, dass diese Schuhe (aufgrund ihres Aussehens) bequem seien. Fehlanzeige.
Ich sitze nun Zuhause, leidgeprüft, und mit schmerzenden Füßen. So langsam schwindet mein Betrauen in Flip Flops und bei meinen aktuellen Schmerzen, hätte ich auch High Heels kaufen können…

Nun ja, wie gesagt. Das Leben ist echt manchmal hart.

Allerdings könnte man auch sagen:typisch Tamara. Aber das klingt irgendwie so negativ für mich… Bleiben wir also bei der Tragödie.

 

 

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