Die Sache mit dem Haushalt und Mir

Haushaltsarbeiten und ich wir hatten schon immer ein eher-naja sagen wir- gespanntes Verhältnis.
Man könnte fast sagen, es gibt Sachen die mir mehr Freude bereiten als ein Staubsauger oder ein Haufen ungewaschenes Geschirr.
(Aber ich weiß ich bin nicht alleine und vielleicht tröstet euch dieser Beitrag!)
Verglichen mit früher, ist unser Verhältnis deutlich besser geworden und ich muss sagen, Geschirrspülen ist manchmal eine entspannend simple Aufgabe.
Dennoch hadere ich mit Haushaltsarbeiten.

Neulich habe ich erst wieder mit meiner Mutter telefoniert und sogar sie hat sich über meine (non-existenten) hausfräulichen Fähigkeiten lustig gemacht.
Nun gut, ich will mal nicht so hart zu mir sein. Ich kann basics kochen,halte mein Zuhause sauber (weniger ordentlich) und ich überlebe überall .
Aber ich bin eben auch keine super organisierte Hausfrau die sich diesem Alltag gerne stellt.
Mich nervt es sogar, meine schmutzige Wäsche beim Chinesen gegenüber zu waschen. Deshalb bezahle ich jetzt einfach einen Dollar mehr und lasse ihn waschen und zusammenlegen, so dass ich mein Zeug nur abholen muss.
Ja, ich habe sozusagen meine liebe Mama durch den Chinesen gegenüber ersetzt um mein hohes Grad an Faulheit, dass ich bei Haushaltsarbeiten an den Tag lege beibehalten zu können.
Doch nicht nur mir geht es so, der Rest meiner Mitbewohner ist mir ziemlich ähnlich und deswegen haben wir die geliebte Zoila.
Zoila putzt unsere Küche und unsere Badezimmer, sodass wir nur noch unsere eigenen Zimmer machen müssen ( Shame on us!)

Trotzdem steigt in mir immer wieder der Wunsch nach Besserung auf.
Wäre ja schon irgendwie nett wenn man das alles so im Griff hätte.
Ordentlich und organisiert sein….davon tagträume ich.
Außerdem finde ich es total super wenn es ordentlich und sauber und organisiert ist, und ich alles hinter mir habe.
Es ist ein ständiger Kampf zwischen der besseren Beschäftigung und wie gerne man bspw. einen ordentlichen Kleiderschrank hätte.
Wie jeder gute, anständige Mensch nehme ich mir jeden Abend im Bett vor ein total neues Leben anzufangen.
Das heißt bei mir vor allem mir ein total raffiniertes System auszudenken um ordentlicher zu sein oder mir ganz fest vorzunehmen, dass ich morgen aber wirklich endlich mal wieder staubsauge!
Das beste and der Methode?
Ich fühle mich SUPER.

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So stelle ich mir das ungefähr vor…es fehlen eigentlich nur noch Vögel, die wie bei Aschenputtel dann eigentlich die ganze Arbeit erledigen während ich tanze und singe…

 

Ich weiß ja, dass ich eigentlich so gerne würde aber blöder blöderweise schlafen meine Mitbewohner und es wäre doch jetzt echt unhöflich Krach zu machen-und wenn ich eines nicht bin, dann ist es unhöflich.
Also lege ich mir einen Plan zurecht und sehe vor meinem inneren Auge wie ich am nächsten Morgen früh aufstehe und erstmal einen auf Super-Powerfrau mache.
Gerne koche ich dann ein Frühstück und organisiere unsere Küche neu und kaufe frische Brötchen beim Bäcker nachdem ich kurz bei der Laundry meine Wäsche selber gemacht habe. Danach, erledige ich dann emsig und hochmotiviert alle anderen Aufgaben die mir so einfallen.
Ja abends ist meine To-Do-Liste stets lang und meine Motivation hoch!
Ich schlafe dann wie ein Baby-hochzufrieden mit mir selbst.

Am nächsten morgen,  muss ich der Wahrheit dann doch ins Gesicht blicken.
Den Wecker um 6.30 Uhr und um 7.00Uhr habe ich ignoriert.
Mittlerweile ist es auch irgendwie zu spät für Brötchen und mir fehlt auch der Hunger damit ein großes Frühstück Sinn machen würde (ganz zu schweigen von sämtlichen Zutaten). Ich bleibe also lieber noch liegen (man soll sich ja morgens bekanntlich Zeit lassen) und überlege welche von meinen Aufgaben wirklich dringend erledigt werden müssen, welche ich nebenbei erledigen kann und welche mir Spaß machen würden.
Schließlich stehe ich auf.
Nach dem Checken der Wetter-App und einem Tee, verlasse ich die Wohnung und stelle mich dem Leben.
Einige der Aufgaben erledige ich, andere verschiebe ich.
Am Abend geht das Gleiche schon wieder los.
Zwar erledige ich Einiges, aber es kommt eben immer wieder etwas Neues dazu.
Ein wahrer Teufelskreis – arbeiten wie Sisyphos.

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