Schwierigkeiten

Hallöchen!

Von Schwierigkeiten habe ich ja im Grunde schon in meinem letzen Artikel erzählt.
Also gehe ich dieses mal einen Schritt zurück und erzähle von Schwierigkeiten vor der eigentlichen Reise.

Das ganze fängt ja schon mit dem Ziel an. Wohin soll es denn gehen?
Worauf habe ich Lust? Entspannung, Abenteuer? Und wo kann man in unseren Zeiten überhaupt noch halbwegs sicher hinreisen?

Wenn man das dann aber mit sich selber oder seinen lieben Mitreisenden zur Genüge diskutiert hat und endlich Entscheidungen gefallen sind, steht man schon vor dem nächsten Problem.
Buche ich jetzt selber oder gehe ich doch lieber ins Reisebüro? Und welcher dieser Flugvergleichseiten ist eigentlich die beste?
Man kämpft sich durch einen Berg von Angeboten und versucht ein passendes zu finden. Hat man es dann gefunden und kann endlich buchen, ärgert man sich schon wieder.
Diese Dreistigkeit das Gepäck nicht in den Preis mit einzuberechnen! Und was sollen diese lächerlichen 23kg???
Und überhaupt was ist das für ein  Witz mit der “premium-economy”-class?
Wie man 10 Stunden Flug auf dem Mittelplatz am hinteren Ende des Flugzeugs, direkt neben den Toiletten überstehen soll weiß man auch noch nicht.
Was ist wenn man umgeben ist von rotzenden, schreienden Kleinkindern, die man vielleicht 2 Stunden lang süß findet, aber wenn man ehrlich ist nach 10 Stunden Dauerbeschallung gerne mal auf lautlos stellen würde?

So weit sind wir ja aber noch gar nicht.
Erst mal muss der Papierkram erledigt werden.
Also Visum vorbereiten, Auslandsreisekrankenversicherung (übrigens ein super Wort für “Hangman”), einen neuen Reisepass beantragen,  und und und…
Wenn man dann Zuhause sein Visum beantragt und auch endlich die letzte paranoide Frage beantwortet hat (Nein ich bin nicht zufällig Mitglied einer Terrororganisation und war auch nicht ganz zufällig am Holocaust beteiligt) , hat man das Gefühl schon fast geschafft zu haben.

Hahaha.
Die Koffer sind noch lange nicht gepackt!
Welche Größe ist überhaupt angemessen? Und wo war der Koffer gleich nochmal verstaut?
Die Wettervorhersage sagt zwar Regen voraus, aber wenn dann doch die Sonne scheint?
Also packt man von Wintermantel bis knappem Bikini (oder die Herren unter uns Badeshorts) alles ein. Man will ja vorbereitet sein. Man nimmt auch eine breit gefächerte Auswahl an Schuhen mit, von praktisch bis stylisch muss alles dabei sein.
Für uns Frauen müssen noch die richtigen Accessoires und Handtaschen ausgewählt werden und schließlich kommt man dann zum Necessaire.
Man stopft die letzten freien Ecken mit den Medikamenten voll die man,  wie im Vollrausch, in der Apotheke im absoluten Überfluss gekauft hat.
Verbände, Desinfektionstücher, Wundsalbe, Mittelohrentzündungsmittel, Antikopfschmerztabletten, Schmerztabletten, akute Durchfalltabletten, Fiebersenkungsmittel, Pflaster, Hustenbonbons, Wick Vapo Rub. Dazu legt man Notfallkärtchen auf sämtlichen Sprachen auf denen man seine gesamte Krankenakte dokumentiert hat…es kann auf jeden Fall nichts passieren.
( An dieser Stelle muss ich mich bei meiner Mutter entschuldigen, die all dies in meinen Koffer für Uzbekistan packte und ich es nur völlig entnervt zuließ um einer weiteren Diskussion aus dem Weg zu gehen.
Wie sich herausstellte, lag sie völlig richtig mit allem und die ganze Gruppe profitierte von ihrer weisen Voraussicht!)
Dann, wenn man endlich zufrieden den Deckel auf den Koffer klappen lässt, kommt meist irgendein Held vorbei, der einen daran erinnert, dass man die Unterwäsche oder die Pyjamas vergessen hat.
Und schließlich fragt, ob man denn völlig bekloppt sei, so viel einzupacken.
Man wisse ja schon, dass es eine begrenzte Kiloanzahl gibt oder?
An alle die diese Frage einem packenden Menschen stellen:

JA DAS WEISS MAN!

Dann bricht meistens eine lautstarke Diskussion los und obwohl man vielleicht innerlich teilweise einsieht, dass der andere Recht hat, man gibt es nicht zu.
Man hat so viel Arbeit in das gewissenhafte Packen dieses Koffers gesteckt und vom Inhalt des Koffers hängen die nächsten paar Wochen ab.Also nein, das dunkelblaue Shirt, das man vorher noch nie getragen hat und das einem nicht wirklich steht, muss auf jeden Fall mit!
Ungefähr genauso läuft es mit dem Handgepäck ab.

Irgendwann gibt es nur noch eine Hürde zu nehmen.
Es in den Flieger schaffen.
Der Weg zum Flughafen ( gibt es Stau ? und wie viel früher muss ich da sein?) , das Check-In und die Diskussion ob denn das halbe Kilo zu viel echt sooo einen großen Unterschied macht. Dann das Öffnen des Koffers um sich mit sämtlichen Schals, Pullis und Jacken zu behängen, die man Greifen kann. Bis man es schließlich auf genau 23kg schafft.
Eine erste leichte Entspannungsphase setzt ein.
Nur noch der Security-Check und dann sitzt man praktisch schon im Flieger.

Wenn man auch das überstanden hat, gestresst alles zurück in die Tasche quetscht und sich  wieder anzieht, dann kann es endlich losgehen.
Man schultert sein Gepäck und zieht los Richtung Gate. Man ist vielleicht geschwitzt, die Schulter schmerzt von der zu schweren Tasche, man muss ständig Leuten ausweichen und läuft versehentlich in die falsche Richtung aber eigentlich ist alles gut.
Völlige Entspannung und ein Gefühl der Erleichterung überkommt einen, denn das schlimmste hat man ja überstanden…
Und selbst wenn man zu viel oder zu wenig dabei hat. Oder wenn man etwas vergessen hat. Jetzt ist es sowieso zu spät. Alea iacta est.

 

Jaja. Eine Reise die ist lustig, eine Reise die ist schön. Aber einfach ist dann doch was anderes.

Und das wars dann wieder.
Bis bald! Ich freue mich über Kommentare und wenn ihr Verbesserungsvorschläge habt, würde ich die auch gerne hören!:)
Gerne könnt ihr auch von  euren persönlichen pre-reisestress Erfahrungen berichten!

Bis demnächst!

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